Dietmar Hirsch demonstriert Entschlossenheit. „Wir wollen jetzt durchziehen“, sagte der Trainer des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg nach dem 4:1-Sieg der Zebras beim SV Waldhof Mannheim. Fünf Spieltage stehen noch auf dem Programm, der MSV Duisburg steht aktuell auf dem vierten Tabellenplatz. Sollten die Zebras ihr Ding tatsächlich komplett durchziehen, also alle fünf Spiele gewinnen, hätten sie mindestens den Relegationsplatz sicher. Den dritten Platz nimmt derzeit punktgleich der FC Energie Cottbus ein. Aber die Meidericher treffen noch auf die Lausitzer.
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Sechs Mannschaften sind im Rennen um die beiden Aufstiegsplätze und den Relegationsplatz aktuell noch mit von der Partie. Alemannia Aachen als Tabellensiebter mit neun Punkten Rückstand auf Platz drei dürfte kein Kandidat mehr sein. Mit dem TSV 1860 München und dem SV Wehen Wiesbaden haben sich zwei ambitionierte Teams in den letzten Wochen bereits aus dem Aufstiegskampf verabschiedet.
Die Redaktion hat das Restprogramm der Aufstiegskandidaten zusammengefasst. Ein Faktor könnte am Ende auch das Torverhältnis sein. Der VfL Osnabrück, der FC Hansa Rostock und der SC Verl haben in dieser Hinsicht einen „Zusatzpunkt“ auf dem Konto. Der MSV Duisburg hätte da keine Chance, sich über die Tordifferenz bei Punktgleichheit durchzusetzen. Cottbus und Duisburg liegen beim Torverhältnis mit „plus 16“ derzeit gleich auf, Rot-Weiss Essen hat da mit „plus 18“ derzeit einen leichten Vorteil.
VfL Osnabrück
VfL Osnabrück (Platz 1, 55:27 Tore, 67 Punkte): FC Ingolstadt 04 (A), SC Verl (H), SV Wehen Wiesbaden (A), SSV Ulm 1846 (H), VfB Stuttgart II (A).
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius ist Mitglied beim VfL Osnabrück. Ob die Niedersachsen deshalb so eine starke Verteidigung haben? Der VfL kassierte bislang nur 27 Gegentreffer. Das ist der positive Tiefstwert in der Liga. Es folgt Hansa Rostock mit 37 Gegentreffern. Wichtiger ist die Punktausbeute. Mit 67 Zählern und sieben Punkten Vorsprung auf den Relegationsrang steuert der VfL auf Zweitliga-Kurs. Der Trend spricht für das Team von Trainer Timo Schultz. Der VfL gewann acht seiner letzten neun Spiele, stolperte nur beim 0:1 beim MSV Duisburg. Der VfL ist in der Liga derzeit das Maß der Dinge.

Rot-Weiss Essen
Rot-Weiss Essen (Platz 2, 69:51 Tore, 64 Punkte): FC Energie Cottbus (A), 1. FC Saarbrücken (H), VfB Stuttgart II (A), SC Verl (H), SSV Ulm 1846 (A).
Der Trend ist aktuell auch ein RWE-Freund. Die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat gewann zuletzt sieben Spiele am Stück. Das Team von der Hafenstraße beeindruckt derzeit mit seiner Konstanz. Vier Punkte Vorsprung zum Relegationsplatz sind aber kein Ruhekissen. Mit Energie Cottbus und dem SC Verl werden im Schlussspurt noch zwei Konkurrenten im Aufstiegskampf auf die Essener treffen.

FC Energie Cottbus
FC Energie Cottbus (Platz 3, 61:45 Tore, 60 Punkte): Rot-Weiss Essen (H), FC Viktoria Köln (A), MSV Duisburg (A), SV Wehen Wiesbaden (H), SSV Jahn Regensburg (A).
Dem Herbstmeister droht ein Déjà-vu. In der letzten Saison verspielte Energie nach einer starken Hinrunde hinten raus den Aufstieg und wurde Vierter. Trainer Pele Wollitz hat es also nun auch mit der psychologischen Komponente zu tun. Gegen Essen und in Duisburg besteht die Chance, mit Siegen gegen Konkurrenten „big points“ zu landen. Insgesamt ist das Restprogramm der Lausitzer anspruchsvoll.
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MSV Duisburg
MSV Duisburg (Platz 4, 59:43 Tore, 60 Punkte): TSG Hoffenheim 1899 II (H), Alemannia Aachen (A), FC Energie Cottbus (H), FC Erzgebirge Aue (A), FC Viktoria Köln (H).

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Zurück an den Kabinettstisch nach Berlin. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas ist MSV-Mitglied. Zebra-Coach Dietmar Hirsch identifiziert sich mit der Ruhrpott-Mentalität und lässt gerne Fußball arbeiten. Das Restprogramm der Meidericher könnte schlimmer sein. Spitzenspiele daheim kann der MSV. Gegen Energie Cottbus am Sonntag, 3. Mai, haben die Zebras also alles in der eigenen Hand. Für die übrigen vier Gegner steht wenig bis nichts mehr auf dem Spiel: Gefahr oder Vorteil für den MSV?
FC Hansa Rostock
FC Hansa Rostock (Platz 5, 62:37 Tore, 59 Punkte): 1. FC Schweinfurt 05 (A), SSV Jahn Regensburg (H), Alemannia Aachen (A), VfB Stuttgart II (H), 1. FC Saarbrücken (A).
Auf den ersten Blick haben die Rostocker das leichteste Restprogramm aller Aufstiegsaspiranten. In der Hinrunde ließen die Hanseaten jeweils zwei Punkte gegen Aachen und Saarbrücken liegen. Das könnte im Wiederholungsfall teuer werden.
SC Verl
SC Verl (Platz 6, 72:45 Tore, 55 Punkte): FC Viktoria Köln (H), VfL Osnabrück (A), TSV Havelse (H), Rot-Weiss Essen (A), TSV 1860 München (H).
2. Liga: Wer muss in die Relegation?
Nach aktuellem Stand würde der MSV Duisburg in einer Relegation gegen Eintracht Braunschweig antreten. Die Löwen belegen in der 2. Bundesliga derzeit den 16. Platz. Die Teams im Tabellenkeller liegen aber eng beieinander. Zwischen Platz elf und Rang 18 liegen gerade einmal vier Punkte. Somit ist auch ein Relegationskracher zwischen dem MSV und Fortuna Düsseldorf möglich. Die weiteren Kandidaten: Dynamo Dresden, Holstein Kiel, Arminia Bielefeld, 1. FC Magdeburg, SpVgg Greuther Fürth und Preußen Münster.
Das wird vermutlich nichts mehr. Am Sonntag kamen die Ostwestfalen beim designierten Absteiger Erzgebirge Aue nicht über ein 1:1 hinaus. Die Verler hatten in den Monaten so viel Lob erhalten – auch von MSV-Trainer Dietmar Hirsch. Dafür kann sich Ex-MSV-Spieler Zlatko Janjic, der Sportchef beim SCV ist, allerdings nichts kaufen. Die Mannschaft von Trainer Tobias Strobl holte in der englischen Woche nur einen Punkt. Die Krise kam aus Verler Sicht zur Unzeit.





