Es ist eine im Fußball sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen bekannte Floskel, doch die Konkurrenz in der Niederrheinliga war eigentlich schon nicht mehr davon ausgegangen, sie in dieser Saison noch aus dem Mund von Tarek Ruhman zu hören. „Mund abwischen, weitermachen“, sagte der Trainer und Abteilungsleiter der Kickerinnen des MSV Duisburg nach dem Spiel bei Grün-Weiß Lankern, das planmäßig den 17. Sieg im 17. Anlauf – die beiden aus der Wertung gefallenen Partien gegen Rückzieher Rot-Weiß Oberhausen mal ausgelagert – hätte bringen sollen. Doch stattdessen standen die Zebras in Hamminkeln am Ende erstmals in einem Pflichtspiel mit völlig leeren Händen da, weil es eine gänzlich unerwartete 0:1 (0:1)-Niederlage setzte.

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„Das tut weh, wir sind sehr enttäuscht“, gestand Tarek Ruhman nach dem Schlusspfiff ein. Vor Saisonbeginn hatte er nach eigener Aussage nicht wirklich damit gerechnet, eine solche Erfolgsserie hinlegen zu können, doch dass sie nun endete, hätte eben auch nicht zwingend sein müssen. In der Hinrunde hatte es gegen die Grün-Weißen noch einen glatten 4:0-Erfolg gegeben, doch diesmal lief es von Beginn an in die falsche Richtung. „Wir haben die erste Halbzeit völlig verschlafen, sind nicht in die Zweikämpfe gekommen. Das war ein ganz krummes Ding, in dem alles gegen uns lief, in dem wir gegen uns liefen“, resümierte er. Hinzu kam, dass nach einer halben Stunde auch noch Top-Torjägerin Edina Habibovic (17 Treffer) vom Feld musste. Bei einem Zweikampf verletzte sie sich am Knie und konnte nicht weitermachen. Die genaue Diagnose steht noch aus.

Kurz darauf dann der sportliche Rückschlag: Maike Duesing erzielte das Führungstor für Lankern (34.). Bis zum Wechsel hatte der MSV nichts mehr entgegenzusetzen, die notwendige Kursänderung gab es erst nach der Pause. „Da sind wir angelaufen, haben Druck aufgebaut und auch zwei, drei Abschlüsse gehabt“, so Tarek Ruhman. Doch seine Schützlinge schafften es nicht, die starke Keeperin Katharina Janßen zu überwinden, sodass am Ende zum ersten Mal in dieser Saison in jeder Hinsicht die Null bei den Zebras stand.

Das tut weh, wir sind sehr enttäuscht.

Tarek Ruhman, MSV-Abteilungsleiter

Der Vorsprung auf Verfolger Rhenania Bottrop ist damit zunächst mal wieder auf fünf Punkte geschmolzen. Am kommenden Sonntag sollte er nach Möglichkeit nicht weiter schrumpfen, wenn um 14.30 Uhr der SV Rosellen an der Mündelheimer Straße gastiert. „Da müssen wir eine Reaktion zeigen“, verlangt Tarek Ruhman. Zuvor steht für den MSV aber erst einmal das Halbfinale im Kreispokal auf dem Programm, in dem es am Mittwoch um 19.30 Uhr im heimischen Hüttenheim gegen den Ligarivalen SV Heißen geht. Der Sieger dieser Partie trifft im Endspiel auf Kreisligist Rhenania Hamborn und Landesligist SV Wanheim 1900, die sich eine halbe Stunde später an der Warbruckstraße begegnen.

Derweil hat der MSV schon die erste Neuverpflichtung für die kommende Saison bekannt gegeben. Aus der Regionalliga-Zweitvertretung der SGS Essen kommt Greta Grüning. Die 19-jährige Mittelfeldspielerin bringt es in der laufenden Spielzeit auf zwölf Einsätze für die Schönebeckerinnen.