Der MSV Duisburg eröffnete das Rennen um die Plätze zwei und drei in der 3. Fußball-Liga am Freitagabend mit einem Patzer. Die Zebras kamen im Auswärtsspiel beim künftigen Regionalligisten FC Erzgebirge Aue vor 10.334 Zuschauerinnen und Zuschauern nicht über ein 0:0 hinaus. Damit ließen die Meidericher zwei Zähler liegen. Trainer Dietmar Hirsch wollte aus den letzten zwei Partien sechs Punkte holen. Daraus wurde nichts.

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MSV-Trainer Dietmar Hirsch veränderte seine Startaufstellung gegenüber dem Heimsieg gegen den FC Energie Cottbus (3:2) nur auf einer Position. Für den gesperrten Innenverteidiger Tobias Fleckstein kam Kapitän Alexander Hahn in die Partie. Fleckstein war trotz Sperre mit nach Sachsen gereist. Stürmer Tyger Lobinger, der zuletzt eine Gelbsperre abgesessen hatte, saß nur auf der Bank.

Erz.Aue - Duisburg / 3.Liga
Über 1600 Fans unterstützten den MSV Duisburg in Aue.© Imago | PICTURE POINT / S. Sonntag

Schon vor dem Anpfiff war klar: Der MSV machte zum vorerst letzten Mal im Erzgebirgsstadion Station. Aue steigt zum ersten Mal in die Viertklassigkeit ab. Wie so oft in den letzten Jahren: Es war beim Duisburger Gastspiel im Lößnitztal nass und kalt. Da half auch eine Ansetzung im Mai nicht. Den Zebras wurde es von Beginn an aber warm ums Herz: Über 1600 MSV-Fans waren im Stadion. Sie bewohnten Hotels in Aue, in Zwickau und Umgebung. Viele waren zudem als Tagesschlachtenbummler unterwegs. MSV-Geschäftsführer Michael Preetz genoss die Atmosphäre. Gegenüber Magenta sagte er vor dem Spiel: „Es gibt nichts Schöneres als Freitagsspiele. Aber du musst dann auch gewinnen.“

Die Zebras wollten den Auftrag ihres Chefs umsetzen. Dominik Kother setzte in der dritten Minute mit einem Distanzschuss über das Tor ein erstes Signal. In der siebten Minute fanden in Anschluss an eine Kother-Ecke Ben Schlicke und Florian Krüger kein Durchkommen. Eine Minute später stockte den MSV-Fans aber der Atem. Marcel Bär traf bei einem Konter den Pfosten. Schiedsrichter Kevin Behrens erkannte zwar die Abseitsposition, der MSV war aber durchaus anfällig.

FC Erzgebirge Aue - MSV Duisburg
MSV-Trainer Dietmar Hirsch (links) mit seinem Auer Kollegen Chwitscha Schubitidse.© Robert Michael/dpa | Robert Michael

Trotzdem: Duisburg dominierte das Geschehen, Aue stand unter Druck und leistete sich zahlreiche Patzer. Beim MSV lief viel über die linke Seite, auf der Dominik Kother den Takt vorgab. Dennoch blieb der Außenseiter gefährlich. In der 21. Minute musste Zebra-Keeper Max Braune bei einem Schuss von Julian Guttau klären. In der 38. Minute setzte Kother Thilo Töpken in Szene, der MSV-Stürmer scheiterte jedoch aus 13 Metern an Torwart Louis Lord. Zwei Minuten blockte Aue einen Schuss von Florian Krüger ab. In der 43. Minute lenkte der große Lord im Kasten der Sachsen einen Töpken-Schuss mit den Fingerspitzen zur Ecke ab.

FC Erzgebirge Aue - MSV Duisburg
Thilo Töpken (rechts) stand beim MSV Duisburg in Aue in der Startelf.© Robert Michael/dpa | Robert Michael

Der MSV kam zur zweiten Halbzeit unverändert aus der Kabine. Die Zebras spielten nun gegen die Uhr. In der 53. Minute setzte sich Dominik Kother auf der linken Seite durch, scheiterte jedoch aus spitzem Winkel an Torwart Louis Lord, der mit den Fäusten zur Stelle war. Acht Minuten später setzte Thilo Töpken einen Drehschuss über das Tor.

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MSV-Trainer Dietmar Hirsch brachte in der 62. Minute drei frische Kräfte. Stürmer Tyger Lobinger, Flügelspieler Can Coskun und Aljaz Casar kamen für Thilo Töpken, Mert Göckan und den erschöpften Joshua Bitter in die Partie. Der MSV hatte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr viel Druck auf das Auer Tor ausgeübt. Die Zebras benötigten neue Impulse.

In der 63. Minute verpasste Rasim Bulic die Duisburger Führung, indem er den Ball nach einem Eckstoß knapp neben das Tor setzte. In der 69. Minute legte Dietmar Hirsch mit Conor Noß nach. Der Ire kam für Dominik Kother. Noß versuchte es in der 74. Minute mit einem Schlenzer, der aber zu harmlos war, um für Gefahr zu sorgen. In der 79. Minute kam Patrick Sussek für Florian Krüger, der viel investiert hatte, aber zumeist kein Durchkommen fand und Pech mit den Abschlüssen hatte.

Es blieb aber dabei: Der MSV fand kein Durchkommen. Die Auer warfen sich immer wieder in die Schüsse der Duisburger. Niklas Jessen schoss die Kugel zudem aus 18 Metern über das Tor. In der Nachspielzeit rettete Max Braune sogar noch gegen Jannic Ehlers und Marcel Bär.

FC Erzgebirge Aue – MSV Duisburg 0:0

FC Erzgebirge Aue: Lord – Barylla, Malone, Zobel, Majetschak – Fabisch (70. Simnica), Günther-Schmidt (70. Uhlmann), Weinhauer (79. Stefaniak), Guttau (79. Ehlers), Seiffert (26. Collins) – Bär

MSV Duisburg: Braune – Bitter (62. Coskun), Hahn, Schlicke – Jessen, Bulic, Göckan (62. Casar) – Krüger (79. Sussek), Viet, Kother (69. Noß) – Töpken (62. Lobinger).
Gelbe Karten: Fabisch –Lobinger.
Schiedsrichter: Behrens (Berlin).
Zuschauer: 10.334.
So geht‘s weiter: MSV Duisburg – FC Viktoria Köln (letzter Spieltag, Samstag, 16. Mai, 13.30 Uhr, Schauinslandreisen-Arena).

Am Samstag ist die Konkurrenz am Ball. Der MSV weist nach dem Gastspiel in Aue 67 Punkte auf. Der FC Energie Cottbus (66 Punkte) spielt um 14 Uhr daheim gegen den SV Wehen Wiesbaden. Zeitgleich empfängt Rot-Weiss Essen (64) den SC Verl (61). Ebenfalls um 14 Uhr trifft der FC Hansa Rostock (61) auf den VfB Stuttgart II. Am Samstag, 16. Mai, 13.30 Uhr, steigt der letzte Spieltag. Der MSV Duisburg trifft dann in der Schauinslandreisen-Arena auf den FC Viktoria Köln.