Auf ein Neues! Am Freitag beginnt die Saison in der 3. Fußball-Liga. Der SV Waldhof Mannheim trifft um 19 Uhr im Carl-Benz-Stadion auf Zweitliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf. Der MSV Duisburg greift am Samstag ins Geschehen ein. Die Zebras haben es um 14 Uhr in der Schauinslandreisen-Arena im Heimspiel mit Aufsteiger SV Meppen zu tun. Die 3. Liga geht in ihre 19. Saison. Ein paar Zahlen und Fakten zur neuen Runde.
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Neuland 3. Liga: Nach dem Lizenzentzug spielte der MSV Duisburg in der Saison 2013/14 erstmals in der 3. Liga. Auch für diese Lizenz musste sich der Klub mächtig strecken. Bei den Fans stellte sich nach dem Zwangsabstieg eine „Jetzt-erst-recht-Haltung“ ein, wie unlängst nach dem Absturz in die Regionalliga. 18.111 Zuschauer kamen beim ersten Duisburger Drittliga-Spiel am 20. Juli 2013 gegen den 1. FC Heidenheim in die Arena. Die Zebras verloren die Partie mit 0:1. Eine Woche später holte das Team von Trainer Karsten Baumann beim 2:0 bei Wacker Burghausen die ersten Punkte. Das erste Drittliga-Tor der Zebras erzielte Markus Bollmann. Kingsley Onuegbu erhöhte später auf 2:0. Am Ende der Saison belegte der MSV mit 52 Punkten den siebten Platz.

Ewige Tabelle: Der MSV bestritt in neun Drittliga-Jahren 340 Spiele und verbuchte 130 Siege, 96 Unentschieden und 114 Niederlagen. Die Zebras feierten zwei Aufstiege und stiegen einmal ab. Das Torverhältnis liegt bei 485:473. Mit 486 Punkten belegt der MSV Platz neun in der ewigen Tabelle. In der neuen Saison dürfte sich da nichts verändern. Der 1. FC Saarbrücken und Preußen Münster liegen jeweils mit 54 Punkten Vorsprung auf die Zebras auf den Plätzen sieben und acht. Der VfB Stuttgart II kann von unten nur bedingt Druck auf den MSV ausüben. Die Schwaben liegen 24 Punkte hinter dem MSV auf Platz elf. Spitzenreiter ist der SV Wehen Wiesbaden, der in 568 Partien 834 Punkte eingesammelt hat. Der Blick nach oben: In der ewigen Tabelle der 1. Bundesliga belegt der MSV mit 1147 Punkten Platz 17. Wahrscheinlich wird der SC Freiburg (1106) die Zebras in der neuen Saison einholen. In der 2. Bundesliga belegt der MSV in der ewigen Tabelle mit 1100 Punkten Rang 13.

Wiedersehen: Der MSV wird im Saisonverlauf auf mehrere Ehemalige treffen. Abseits des Platzes sind das die ehemaligen Spieler Sebastian Neumann und Zlatko Janjic, die bei den Würzburger Kickers und beim SC Verl als Sportdirektoren arbeiten. Ex-MSV-Spieler und Coach Ilia Gruev arbeitet bei Fortuna Düsseldorf als Co-Trainer. Folgende frühere Zebras spielen für MSV-Gegner: Hamza Anhari (Fortuna Düsseldorf), Niko Bretschneider (1. FC Saarbrücken), Ben Hüning (Rot-Weiss Essen), Jesse Tugbenyo, Omer Hanin (beide TSV Havelse), Klaus Gjasula (TSG Hoffenheim II), Erik Zenga (SV Meppen), Jonas Michelbrink (Fortuna Köln), Leroy Mickels (SV Waldhof Mannheim), Tim Heike (SC Verl) und Sinan Karweina (SV Wehen Wiesbaden).
Wetten, dass: Die meisten Buchmacher glauben, dass der MSV Duisburg sein Ziel wieder knapp verpassen wird. Bwin, Tipico und bet365 platzieren den MSV bei ihren Meisterwetten auf Platz vier. Die drei Anbieter sind sich in der Rangliste der ersten drei Teams einig. Wer zum Beispiel bei Bwin einen Euro auf Fortuna Düsseldorf setzt, erhält im Erfolgsfall vier Euro. Es folgen Hansa Rostock (Quote 5), Rot-Weiss Essen (8), MSV Duisburg (10), Alemannia Aachen (11), Preußen Münster und 1. FC Saarbrücken (beide 13). Am Ende des Rankings stehen der SV Meppen (81) und der TSV Havelse (201).
Funk und Fernsehen: Das komplette Drittliga-Programm ist ausschließlich beim Bezahlsender Magenta TV zu sehen. Der Westdeutsche Rundfunk hatte die Liga in den letzten Jahren vernachlässigt. Nun wird es besser. Der WDR überträgt jedes Spiel mit NRW-Beteiligung entweder mindestens im Audio- oder im Videostream. Zudem zeigen die Kölner deutlich mehr Partien live im Fernsehen. Dazu zählt auch das Spiel des MSV Duisburg am Samstag gegen den SV Meppen.
Der erste Drittliga-Spieltag
Am ersten Drittliga-Spieltag stehen folgende Partien auf dem Programm: SV Waldhof Mannheim – Fortuna Düsseldorf (Freitag, 19 Uhr), FC Ingolstadt 04 – Würzburger Kickers, MSV Duisburg – SV Meppen, SV Wehen Wiesbaden – Preußen Münster, Viktoria Köln – SSV Jahn Regensburg, TSV Havelse – VfB Stuttgart II (alle Samstag, 14 Uhr); SG Sonnenhof Großaspach – Fortuna Köln (Samstag, 16.30 Uhr), TSG Hoffenheim II – Hansa Rostock (Sonntag, 13.30 Uhr), 1. FC Saarbrücken – Rot-Weiss Essen (Sonntag, 16.30 Uhr); Alemannia Aachen – SC Verl (Sonntag, 19.30 Uhr).
Schiedsrichter: Die Liste von Personen, die potenziell dem MSV einen Elfmeter geben könnten, umfasst 22 Namen. In diesem Kreis gibt es fünf Neulinge. Erstmals in der 3. Liga unterwegs sind Max Kluge (Falkenau), Maximilian Lotz (Bauerbach), Luca Sambill (Lübeck), Henry Schröder (Hiddesen, pfiff kürzlich den MSV-Test in Bielefeld) und Franziska Wildfeuer (Viechtach).


