Christopher Mainka bekräftigte am Freitag, dass ein Rasen im Profifußball nichts mit einer Wiese im heimischen Garten zu vergleichen ist. Deshalb macht sich der Chef der städtischen Stadionmanagement-Gesellschaft auch keine Sorgen, dass es am Samstag beim ersten Heimspiel des Drittligisten MSV Duisburg gegen den SV Meppen (14 Uhr, live im Ticker der Redaktion) Probleme geben wird. Kurzfristig erhält die Schauinslandreisen-Arena einen neuen Rasen. „Wir werden rechtzeitig fertig. Es wird keine Probleme geben“, sagte Mainka am Freitag.
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Eine Erneuerung des Rasens vor dem Saisonstart der Zebras war ursprünglich nicht vorgesehen gewesen. Doch im Juli stellte sich heraus, dass durch die Heimspiele der Footballer von Rhein Fire doch zu große Schäden entstanden waren. Es machte letztlich keinen Sinn, die vielen Löcher im Untergrund zu beheben. Es wäre nicht möglich gewesen, einen angemessenen Untergrund zu schaffen. „Das wollten wir dem MSV nicht antun“, erklärt Mainka, warum nun ein komplett neuer Rasen angelegt wird.

Nicht nur auf dem Spielfeld wird am Freitag noch fleißig gearbeitet. Auch beim neuen Caterer Supreme Sports Hospitality gibt es noch viel zu tun. Die Verkaufsstände erhalten noch einen neuen Anstrich, zudem werden die Tafeln mit Angeboten und Preisen montiert.
Abgehakt ist mittlerweile der „Pfostenklau“ nach dem letzten Heimspiel der vergangenen Saison gegen Viktoria Köln. Fans von Rot-Weiss Essen hatten damals den Pfosten, den der Duisburger Mittelfeldspieler Rasim Bulic in der Nachspielzeit aus kurzer Distanz getroffen hatte, nachts abmontiert. Durch diesen Fehlschuss hatte der MSV die Zweitliga-Relegation verpasst. Rot-Weiss Essen durfte stattdessen gegen die SpVgg Greuther Fürth spielen. Beim Heimspiel gegen die Franken tauchte der Pfosten im Essener Fanblock auf. Zudem gab es ein Transparent mit der Aufschrift: „MSV: Aus der Traum. Euer Pfosten in unserem Kofferraum.“ Am Ende hatten die RWE-Fans aber nichts mehr zu lachen, ihr Team scheiterte in der Relegation.
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Auf Duisburger Seite war die Empörung groß. Die Verantwortlichen sprachen von Einbruch, Hausfriedensbruch, Diebstahl und Respektlosigkeit. Rot-Weiss Essen reagierte. Vorstandsmitglied Alexander Rang bot in einem Podcast an, dass der Klub von der Hafenstraße für den Schaden aufkommen wolle. Natürlich ging es hier nicht nur um ein Ersatzteil, sondern um ein komplettes Tor.
Wie Christopher Mainka am Freitag auf Anfrage der Redaktion bestätigte, ist das Geld aus Essen mittlerweile bei der Duisburger Stadiongesellschaft eingegangen. Damit sollte das Drama um den „Bulic-Pfosten“ zumindest in materieller Sicht erledigt sein.



