Wieder kein Sieg im eigenen Stadion: Drittligist Rot-Weiss Essen tritt weiter auf der Stelle und kam am Mittwochabend vor über 18.000 Zuschauern im Stadion an der Hafenstraße gegen den VfL Osnabrück nicht über ein 1:1 (0:0)-Remis hinaus. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitestgehend in einem von Vorsicht geprägten Spiel, das letztlich mit einer verdienten Punkteteilung endete. Mit neun Punkten aus sechs Spielen belegt RWE aktuell Platz neun, eine magere Bilanz.
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Lars Kehl brachte die Gäste mit einem von Franci Bouebari verursachten Foulelfmeter in Führung (66.), Tom Moustier konnte nur zwei Minuten später nach einer Ecke für die Gastgeber ausgleichen. Die Schlussoffensive der Essener blieb aus, es fehlten die Ideen gegen einen sehr gut organisierten Gegner. Der erst in der 90. Minute eingewechselte Torben Müsel vergab die beste RWE-Möglichkeit mit dem Schlusspfiff.
Rot-Weiss Essen: „Kotzt mich an“ - Koschinat sauer
„Wenn man alles zusammennimmt, dann geht das Ergebnis in Ordnung“, analysierte RWE-Trainer Uwe Koschinat. „Wir haben es nicht geschafft so ein richtiges Feuerwerk abzubrennen, dafür war Osnabrück zu gut organisiert. Wir waren auch bei Standards schlecht. Das kotzt mich an, dass wir da nicht mehr draus machen.“

Zum vermeintlichen Foulspiel vom für den erkrankten Lucas Brumme eingewechselten Bouebari an Patrick Kammerbauer sagte der Essener Trainer: „Es ist eine Situation, in der sich beide Laufwege kreuzen. Ich weiß nicht, ob ich da meinem Außenverteidiger einen Vorwurf machen soll. Wieder mal ein Elfmeter gegen uns. Da ist es natürlich dann schwer wieder zurückzukommen. Aber wir haben es geschafft. In den letzten Minuten wollten wir nochmal Druck machen, haben aber mussten dem Tempo, das wir gegangen sind Tribut zollen. Drei Heimspiele, kein Sieg. Es wird Zeit für einen Heimsieg.“
RWE-Torwart Jakob Golz von Elfmetern genervt
RWE-Torwart Jakob Golz, der schon beim letzten Heimspiel gegen Alemannia gleich dreimal vom Elfmeterpunkt bezwungen wurde, war sauer über den erneuten Strafstoß für den Gegner. „Es ist der fünfte Elfmeter in dieser noch jungen Saison gegen uns. Es nervt! Es ist aktuell schwierig. Am Samstag wollen wir dann gegen Rostock endlich den ersten Heimsieg landen. Die zweite Halbzeit war die bessere Hälfte. So müssen wir von Beginn an spielen, dann holen wir auch drei Punkte.“
Rot-Weiss Essen gegen VfL Osnabrück: Der Live-Ticker zum Nachlesen
Die Erleichterung war spürbar bei Fans, Spielern und Verantwortlichen des Fußball-Drittligisten Rot-Weiss Essen. In Regensburg fand RWE die passende Antwort auf die bisher schwächste Saisonleistung gegen Alemannia Aachen. Trainer Uwe Koschinat nahm einige Änderungen vor, die fruchteten. Die Essener setzten sich verdient mit 3:1 (1:0) durch, der optimale Start in die erste Englische Woche der noch jungen Drittliga-Saison.

Rot-Weiss Essen gegen den VfL Osnabrück: Die 3. Liga heute im Live-Ticker
Heute Abend (19 Uhr) kommt es im Stadion an der Hafenstraße zum Duell mit dem VfL Osnabrück, der nach fünf Spielen wie RWE acht Punkte auf dem Konto hat. Am Samstag (14 Uhr) folgt ein weiteres Heimspiel, dann ist der schwach gestartete Aufstiegskandidat Hansa Rostock in Essen zu Gast. Wie das Spiel heute gegen die Osnabrücker läuft, erfahren Sie in diesem Artikel. Wir tickern hier live und haben vorab alle wichtigen Informationen zum Duell der Traditionsklubs.

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Die Personallage ist erfreulich vor diesem Duell zweier ambitionierter Drittligisten. Koschinat kann aus dem Vollen schöpfen, nur ein Spieler steht auf der Essener Ausfallliste. „Wir haben eine erfreuliche Situation. Denn bis auf Nicolai Schulte-Kellinghaus stehen uns alle Spieler zur Verfügung. Torben Müsel hat problemfrei trainiert“, berichtete Koschinat am Dienstag bei der RWE-Pressekonferenz.
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Der Respekt vor seinem Ex-Klub, bei dem er zu Beginn der letzten Saison entlassen wurde, ist groß bei RWE-Trainer Koschinat. Die Gäste aus Niedersachsen haben eine ähnliche Entwicklung wie RWE genommen. Mit einer starken Rückrunde kämpfte sich der VfL in der letzten Saison aus dem Tabellenkeller, nun ist der Blick nach oben gerichtet. Lediglich der Skandal um Ex-Trainer Marco Antwerpen belastete den Klub. Koschinat misst der Partie große Bedeutung bei. „Wir treffen auf eine Mannschaft, die dieselbe Punktzahl hat wie wir. Die Mannschaft, die gewinnen wird, wird oben andocken. Mit einer Niederlage bleibst du erst einmal im Mittelfeld hängen und hast einen größeren Druck zum Ende der Englischen Woche. Das wollen wir verhindern.“

Rot-Weiss Essen: Koschinat kommt es auf defensive Stabilität an
Klar ist, dass auf Koschinat und sein Trainerteam wieder einige Härtefälle warten, sowohl bei der Nominierung des Kaders als auch bei der Startelf. Im Vergleich zum Regensburg-Spiel wird es aber wohl keine Änderung bei der ersten Elf geben, das deutete Koschinat bereits an. „Die Ausgangssituation darf nicht ausschließlich auf die Offensive ausgerichtet sein. Ich bin kein Freund des Offensivfeuerwerks, sondern bevorzuge eher die defensive Stabilität. Da müssen wir wieder hinkommen und dürfen nicht zu wild werden. Wir verfügen über viele personelle Optionen. Aber es wäre ein Fehler, wenn wir unsere Herangehensweise verraten.

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Der erste RWE-Heimsieg soll nun mit einer weitestgehend eingespielten Mannschaft her. Koschinat ließ durchblicken, dass es auf die Regensburg-Startelf hinausläuft. „Klar ist aber auch, dass wir schon in der vergangenen Rückrunde nach Erfolgen wenig Veränderungen vorgenommen und so unsere Siege dann mit unverändertem Personal eingefahren haben.“
Rot-Weiss Essen gegen VfL Osnabrück: Die Aufstellung
RWE: Golz - Kostka, Schultz, Rios Alonso, Brumme - Gjasula, Moustier - Obuz, Arslan, Mizuta - Mause
VfL: Jonsson - Karademir, Müller, Fabinski - Kammerbauer, Jacobsen, Wagner, Christensen - Lesueur, Kehl - Meißner





