• Energie Cottbus hat Rot-Weiss Essen in einem hochklassigen Drittliga-Topspiel bezwungen. Die Gastgeber drehten in der Schlussphase einen 1:3-Rückstand und siegten 5:3.
  • Cottbus-Trainer Claus-Dieter „Pele“ Wollitz holte am Freitag bei der Pressekonferenz vor dem RWE-Spiel zum Rundumschlag gegen Schiedsrichter, den VfL Osnabrück und einige Medien aus.
  • Der Ärger hatte sich auch am Sonntag nicht gelegt. Wollitz verweigerte dem übertragenden Sender MagentaSport die obligatorischen Interviews am Spieltag.

Vor dem Topspiel zwischen Energie Cottbus und Rot-Weiss Essen (5:3) hatte sich Cottbus-Trainer Claus-Dieter „Pele“ Wollitz auf der Pressekonferenz deutlich und emotional geäußert – und dabei vor allem mit den Erlebnissen rund um das letzte Spiel beim VfL Osnabrück (0:1) abgerechnet.

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„Sie können mir gerne Fragen stellen, ich schaue dann, ob ich diese beantworte. Ich möchte mich zurückhalten“, sagte Wollitz eingangs – und ließ schnell durchblicken, dass ihn die Ereignisse in Osnabrück noch immer beschäftigen. Besonders die Rahmenbedingungen seien für ihn nicht akzeptabel gewesen: „Wie Energie Cottbus dort behandelt wurde, ist unglaublich. Respektloser kann man einem Klub gegenüber seine Abneigung nicht zeigen.“

Vor Spiel gegen Rot-Weiss Essen: Cottbus-Trainer Wollitz übt scharfe Kritik

Der 60-Jährige kritisierte dabei nicht nur die Organisation rund um die Anreise an die Bremer Brücke und den Spieltag, sondern auch die fehlende Betreuung nach Abpfiff. „Keine Ordner beim Ankommen, keine Ordner nach dem Spiel. Und dann werden Spieler auch noch beleidigt – das geht so nicht“, meinte Wollitz. Eine klare Ankündigung folgte: Nach der Saison wolle er sich zu den Vorfällen noch einmal ausführlich äußern. Es wäre beileibe nicht Wollitz’ erste Wutrede in der laufenden Saison.

Auch die Schiedsrichterleistung beim Spiel ließ den Cottbuser Coach nicht los. Besonders ein nicht gegebener Elfmeter brachte ihn auf die Palme. „Wenn in so einem Spiel ein klarer Elfmeter verwehrt wird, ist das das eine. Aber dass das danach nicht einmal Thema ist, verstehe ich nicht“, sagte Wollitz mit Verweis auf Schiedsrichter Patrick Ittrich. Gleichzeitig wurde der Cottbuser Coach erneut grundsätzlich: „Warum sollte Energie Cottbus einen Elfmeter bekommen? Warum soll dieser Verein am Ende der Welt an der Polen-Grenze aufsteigen?“ – eine zugespitzte Aussage, die seine Wahrnehmung der Rahmenbedingungen unterstreicht.

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Schiedsrichter Patrick Ittrich zog den Zorn von Claus-Dieter Wollitz auf sich.© Getty Images | Alexander Hassenstein

Energie Cottbus - RWE: Wollitz spricht nicht mit Magenta

Im selben Atemzug kritisierte er auch seinen Auftritt nach dem Spiel bei MagentaSport. Dort habe er sich „lächerlich gemacht gefühlt“, als er auf eine mögliche Reaktion seiner Mannschaft angesprochen wurde. „Dann bin ich nicht mehr bereit, Fragen zu beantworten.“

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Der Ärger hatte sich auch vor dem Spiel am Sonntag gegen Rot-Weiss Essen nicht gelegt. Wollitz war so sauer, dass er Magenta die obligatorischen Spieltags-Interviews vor und nach dem Spiel verweigerte.

Freuen durfte er sich am Sonntag über eine starke Leistung seiner Mannschaft. Nach einem 1:3-Rückstand gewann Cottbus das Drittliga-Topspiel gegen Rot-Weiss Essen mit 5:3 (1:2). Immerhin bei der Pressekonferenz war Wollitz dann wieder bereit, mit einigen Medien zu reden.