- Rot-Weiss Essen empfing Greuther Fürth zum Hinspiel der Relegation an der Hafenstraße.
- Der Essener Traum vom Aufstieg in die 2. Liga lebt: RWE gewann mit 1:0 und geht mit einem Vorteil ins Rückspiel in Fürth.
- Zum Mann des Abends wurde Torben Müsel, der das Tor des Tages in der 62. Minute per wunderschönem Freistoß erzielte.
Der Traum von der Rückkehr in die 2. Bundesliga lebt! Am Freitagabend schlug Rot-Weiss Essen die SpVgg Greuther Fürth in einer umkämpften Partie mit 1:0 (0:0) und schuf damit eine gute Ausgangslage vor dem Rückspiel am Dienstag (20:30 Uhr, Sky, Sat1) bei den Mittelfranken. Das Tor des Tages für RWE erzielte der überragende Torben Müsel mit einem sehenswerten Freistoß (62.).
Rot-Weiss Essen: Koschinat hofft auf Umschaltmomente
90 Minuten trennen die Essener noch vom Aufstieg. Gelingt es, das Spiel in Fürth nicht zu verlieren, ist die Rückkehr in die zweite Liga perfekt. RWE-Trainer Uwe Koschinat weiß, dass das eine harte Aufgabe wird. „Im Rückspiel müssen wir schon damit rechnen, dass es genau die Fürther Elf sein wird, die in Sachen Intensität und Zielstrebigkeit so auftreten wird wie gegen Fortuna Düsseldorf. Da müssen wir von der ersten Sekunde an wehrhaft sein. Auf der anderen Seite wissen wir: Wir haben ein überragendes Umschaltspiel, verdammt schnelle Jungs vorne. Insofern haben wir mit Sicherheit auch Waffen, um unsere Situation noch mehr zu verbessern.“

Sehr optimistisch klang Fürth-Stürmer Noel Futkeu, der an alter Wirkungsstätte an der Hafenstraße kein Land sah und unter seinen Möglichkeiten blieb. Der Zweitliga-Torschützenkönig gab im Interview bei Sky ein Versprechen für das Rückspiel: „Ein Feuerwerk wie gegen Düsseldorf“, erwarte die Zuschauer in Fürth am Dienstag. Zudem betonte er: „Wir spielen zu Hause. Wir haben oft gezeigt, dass wir da gute Spiele abliefern können. Ich bin sehr gespannt, weil ich sage, wir werden das Ding zu Hause ziehen.“
Rot-Weiss Essen schlägt die SpVgg Greuther Fürth: Der Ticker zum Nachlesen



Die Startelf: So spielt Rot-Weiss Essen gegen Greuther Fürth
Golz - Rios Alonso, Hüning, Kraulich - Hofmann, Swajkowski, Müsel, Kostka - Safi, Mizuta - Cuber Potocnik. Trainer: Koschinat.
Relegation gegen Greuther Fürth: Nächste Chance für RWE-Coach Koschinat
Relegation ist häufig eine Kopfsache, das weiß auch RWE-Trainer Uwe Koschinat. Zweimal nahm er als Trainer an diesem Wettbewerb teil, scheiterte allerdings sowohl 2014 mit Fortuna Köln als auch 2023 mit Arminia Bielefeld. Dieses Mal wäre wieder ein Erfolg an der Reihe, das wünscht sich heute die gesamte Stadt Essen, wenn Rot-Weiss Essen die SpVgg Greuther im Stadion an der Hafenstraße zum Hinspiel der Relegation für die 2. Bundesliga empfängt.

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Koschinat gehe nicht davon aus, dass der Kopf seiner Mannschaft auf der großen Fußballbühne im Weg stehen wird. „Meine Spieler wissen um die Besonderheit und die Größe dieses Spiels. Sie sind nun mal die Protagonisten. Sie haben sich das erarbeitet“, betont der Coach des Tabellendritten der abgelaufenen Drittliga-Saison. Seine Marschroute: „Aus meiner Erfahrung heraus bekämpft man Nervosität auf dem Feld am allerbesten durch eine sehr, sehr hohe Aktivität. Es wird darauf ankommen, dass wir in den ersten Minuten top organisiert sind und Fürth in möglichst viele Zweikämpfe verwickeln, die wir gewinnen. Wir müssen die Atmosphäre positiv aufsaugen.“
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Für Koschinat und RWE gab es vor dem Spiel eine erfreuliche Nachricht: Leistungsträger Lucas Brumme ist knapp zwei Wochen nach seinem Außenbandriss fit und steht heute im Spieltagskader. „Uns war klar, dass mit Franci Bouebari und Klaus Gjasula zwei Spieler zumindest für das Hinspiel sicher ausfallen werden. Lucas Brumme dagegen hat es auf den Trainingsplatz geschafft und wird einsatzfähig in den Kader zurückkehren“, sagte Trainer Uwe Koschinat auf der Pressekonferenz am Freitag vor dem Hinspiel.

Ankommen wird es auf den jungen Gjasula-Ersatz. Gianluca Swajkowski (21) darf sich nach zwei starken Spielen im dramatischen Saisonfinale erneut zeigen. Koschinat lobt seinen Youngster: „Er versteht es, taktische Disziplin mit einer sehr, sehr guten persönlichen Einschätzung seines Leistungsvermögens zu verbinden. Ich glaube, dass er einfach ganz genau weiß, was er kann. In diesen gesicherten Abläufen gibt er der Mannschaft sehr, sehr viel Sicherheit und stabilisiert.“
Essen hat ein Heimspiel und möchte den in Ulm erzeugten Rückenwind in die Relegation nehmen. Koschinat setzt voll auf das emotionale RWE-Publikum. „Man wird merken, dass unsere Fans selbst kleinste Aktionen extrem positiv wahrnehmen und so extrem verdoppeln werden. Das wird dem Spiel eine Richtung geben. Ich bin fest davon überzeugt, dass das der absolute Schlüssel sein wird. Im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund haben wir das sehr gut geschafft.“
„Stadion anzünden“ - Rot-Weiss Essen ist heiß auf die Relegation

Gegen den Zweitligisten, der in der Vorwoche Fortuna Düsseldorf in die 3. Liga schoss, ist Rot-Weiss Essen nicht favorisiert. Mit den Fans im Rücken könne jedoch eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel erspielt werden. Koschinat: „Ich bin mir sehr, sehr sicher, dass gegen Fürth genau das Gegenteil der Fall sein wird, dass uns diese Atmosphäre hier an der Hafenstraße tragen wird und wir umgekehrt mit Sicherheit in der Lage sind, dieses Stadion anzuzünden.“









