„Jeder, der aufsteht und läuft, ist ein Sieger“, so der allumfassende Satz von Dr. Astrid Koch, Chefärztin für Innere Medizin am St. Vinzenz-Hospital, am Dienstag beim Gesundheitsforum von NRZ und dem Krankenhaus. Vor einem Jahr hatte die NRZ die Idee, Sportmuffel zum Laufen und gesunden Lebenswandel zu bewegen, und startete die Aktion Heimatläufer. Waren es damals noch 100 Läufer, die sich spontan anmeldeten, konnten in diesem Jahr 200 Teilnehmer verzeichnet werden, berichtet Ralf Kubbernuß, stellvertretender NRZ-Chefredakteur, den Besuchern im Medienzentrum des Hospitals. Leser und Redakteure trafen sich gemeinsam zu neun Volksläufen am Niederrhein. „Wir verfolgen keine Bestleistungen, die Fitness steht bei den Heimatläufern im Vordergrund“, erklärte Kubbernuß. Um einen gesunden Körper und einen gesunden Geist ging es auch beim Gesundheitsforum. Oder anders ausgedrückt: Was ist bei Rücken- und Hüftschmerzen zu beachten, was macht Laufen mit dem Herzen und wie kann ich mich richtig motivieren?„Laufen ist wichtig für Herz und Kreislauf“, stellte Chefärztin Astrid Koch fest. Laufen verjünge das Herz, auch bei Menschen, die zuvor nie Sport getrieben hätten. Stresshormone würden abgebaut, Kalorien verbraucht, man sei fitter. „Laufen ist ein Miniurlaub für den Körper, der dabei Glückshormone ausschüttet“, erklärte Koch.

Doch vor dem Laufen sollte man sich durchchecken lassen mit EKG und Belastungs-EKG, besser noch einer Ultraschalluntersuchung, bei der man strukturelle Herzschädigungen sofort erkennen könne. Nun sollte man jedoch nicht meinen, gleich Durchstarten zu können mit Citylauf und Marathon. Zeit zur Vorbereitung lassen sollte man sich schon. Die richtige Motivation könne hierbei Wunder wirken, berichtete Dr. Barbara Florange, Chefärztin der Psychiatrie. Mentale Stärke könne die sportliche Leistung verbessern. Doch mentale Stärke sei nicht angeboren, trainierbare Bereiche seien beispielsweise Motivation, Konzentration und die mentale Wettkampfsvorbereitung. Dabei führen klar formulierte Ziele zu besseren Ergebnissen“, so Dr. Florange. „Mentale Stärke übt das eigene Potenzial auszuweiten. Die Fähigkeit das Gefühl abzurufen, das auftritt, wenn Sie Ihre volle Wettkampfleistung erbracht haben, hilft physische und mentale Leistungstiefs umzuformulieren. Hierbei können Ablenkungen, positive Affirmationen oder Stop-Training ebenso helfen, wie Imaginationen in allen sensorischen Bereichen“, so Dr. Florange.