Der ADFC Dinslaken-Voerde (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) wird dieses Jahr nicht am Stadtradeln teilnehmen. Das teilt der Verein in einer Pressemitteilung an die Redaktion mit. Grundsätzlich wirbt der ADFC für das Fahrradfahren und hält auch das Stadtradeln für sinnvoll. Der ADFC ist jedoch von den Verwaltungen der Städte Voerde und Dinslaken „enttäuscht“. Zwar gebe es wohl Mitarbeiter, die sich für den Fuß- und Radverkehr engagieren, „aber die Ideen und Projekte werden in aller Regel nicht umgesetzt“, heißt es.
In Voerde und Dinslaken stünde der KFZ-Verkehr im Vordergrund. Der Fuß- und Radverkehr werde im Allgemeinen nicht mit bedacht. Ein Umdenken zur Einleitung der Verkehrswende sei dringend nötig und schon lange überfällig. „Ein Konzept zur Verbesserung der Radinfrastruktur ist hier aber nicht zu erkennen. Es bewegt sich nichts“, so der Verein. Viele Verbesserungen wären dabei schon mit geringem Aufwand und niedrigen Kosten möglich. Auf Verbesserungsvorschläge oder Hinweise auf Mängel werde häufig abwehrend oder nur sehr zögerlich reagiert. Einige Straßen in Dinslaken wurden umgebaut, wie die Augustastraße oder die Claudiastraße. Danach fühlten sich Radfahrer unsicherer als zuvor.
ADFC Dinslaken-Voerde will nicht dazu beitragen, dass sich „Städte als fahrradfreundlich darstellen“
Obwohl in Voerde seit Jahren die Bürger der Rheindörfer mehr Sicherheit durch die Einrichtung einer Bedarfsampel an der Dammstraße/Frankfurterstraße fordern, tue sich nichts. „Es wird argumentiert, hier sei kein Unfallschwerpunkt. Dabei sollte es darum gehen, Unfälle mit Verletzten und Toten zu verhindern und das Gefühl zu schaffen, sich auf dem Fahrrad sicher bewegen zu können. Der ADFC will nicht dazu beitragen, dass sich die beiden Städte als fahrradfreundlich darstellen, denn das entspricht nicht der Realität. Daher keine Teilnahme am Stadtradeln!“, schreibt der ADFC Dinslaken-Voerde.


