Kino

Der Film „Die Siedlung“ erzählt die Geschichte Lohbergs

Für seinen Dokumentarfilm hat Adnan G. Köse auch in der Dorotheenkampfbahn gedreht.

Für seinen Dokumentarfilm hat Adnan G. Köse auch in der Dorotheenkampfbahn gedreht.

Foto: Lars Fröhlich

Dinslaken.   Adnan G. Köse will mit seinem Dokumentarfilm Lohberg ins rechte Licht rücken. Die Premierenvorstellung ist in Dinslaken am 25. November.

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Vor einigen Jahren, als viele Medien über die Salafisten aus Lohberg berichtet haben, hat sich Adnan G. Köse geärgert. Der Stadtteil, in dem er aufgewachsen ist, kam nicht gut weg. Zu Unrecht, wie er meint und setzt seinen Dokumentarfilm „Die Siedlung“ dagegen.

Ende des Monats feiert der Film in der Lichtburg Premiere. Damit wolle er zeigen, was den Stadtteil in all den Jahrzehnten ausgemacht hat und heute noch ausmacht. Natürlich ist Lohberg eng mit dem Bergbau verbunden und da passt der Zeitpunkt der Premiere ganz gut, endet doch in diesem Jahr der deutsche Steinkohlebergbau.

Viele Interviews wurden geführt

In den vergangenen zwei Jahren hat Adnan G. Köse viele Interviews geführt, hat in der Dorotheenkampfbahn gedreht, hat im Archiv recherchiert. Für ihn ist Lohberg auch immer mit Widerstand verbunden.

Und so blickt er in seinem Film auch auf die Ereignisse nach dem Ersten Weltkrieg, erinnert an den Kapp-Putsch, an den Widerstand der Arbeiter, die gegen die Wehrmacht die Republik verteidigten.

Im Film sprechen Bernd Lohse von der RAG Montan Immobilien GmbH und Bürgermeister Dr. Michael Heidinger über diese Ereignisse. Es sei eine kritische Situation gewesen, bei der auch viele Menschen gestorben sind. Es sei eine weitere Prüfung für die Menschen in diesem Stadtteil gewesen, die immer harte Arbeit gewohnt waren.

Sport war immer wichtig für den Stadtteil

Köse sagt, er habe Lohberg immer als einen Boxer gesehen, der Schläge einsteckt, der nach Punkten verliert, aber immer wieder aufsteht. Sport war und ist wichtig für den Stadtteil.

Die Vereine halfen bei der Integration von den unterschiedlichen Menschen, die wegen der Zeche nach Lohberg kamen. Im Film kommt deshalb der Boxverein vor, der VfB Lohberg.

Der Filmemacher beleuchtet auch den Wandel, geht darauf ein, was auf dem Zechengelände Neues entstanden ist. Immer stehen dabei Menschen im Vordergrund, die solche Entwicklungen miterlebt haben.

Der Film spannt den Bogen bis heute

Köse sagt, er sei von vielen bei diesem Projekt unterstützt worden, von Pfarrer Kauling zum Beispiel, von Künstlern, die im Kreativ Quartier Lohberg eine Bleibe gefunden haben, von Dr. Hans Feldhoff, der viele Jahre eine Arztpraxis in Hünxe-Bruckhausen hatte. Der Mediziner sei ein wichtiger Protagonist für den Film „Die Siedlung“, von dessen großer Lohbergkenntnis habe Köse profitiert.

Der 80 Minuten lange Film spannt den Bogen bis heute. Heute wird auf dem Zechengelände Abschied von der Bergbau-Tradition genommen. Bei den Dreharbeiten im Fußballstadion hatte Köse gesagt, es gehe um die Entwicklung von der Bergarbeitersiedlung bis heute, darum, was in dem Stadtteil durch die Vereine, durch die katholische Kirche, durch den Bergbau bis heute entstanden ist.

Tickets für die Premierenvorstellung kosten fünf Euro

Die Premiere des Dokumentarfilms ist am Sonntag, 25. November, in der Lichtburg, Am Neutor 24. Die Vorstellung beginnt um 11.30 Uhr, Einlass ist ab 10.30 Uhr. Die Tickets kosten fünf Euro.

Ein weiteres Mal wird der Film am 30. Dezember gezeigt. Die Vorstellung in der Lichtburg beginnt dann ebenfalls um 11.30 Uhr.

Adnan G. Köse ist bei diesem Projekt für das Drehbuch und für die Regie verantwortlicht.

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