Die Kinder der Kindertagesstätte „Quellenweg“ haben sich am Donnerstag mit Baustellen-Spielzeug und Rasseln im Außenbereich positioniert und tragen ein Lied vor. Passend zum Anlass haben sie „Wer will fleißige Handwerker sehen“ einstudiert. In einer Strophe singen sie auch vom Zimmermann und dem Dachstuhl – und kurz darauf blicken sie nach oben zum neuen Dach, wo der Zimmermann steht und die segnenden Worte zum Richtfest des Anbaus spricht.

Die Kindertagesstätte sei der erste Ort, den Kinder außerhalb des Elternhauses kennenlernen, betont Reimund Schulz, Geschäftsführer der Evangelischen Kinderwelt im Evangelischen Kirchenkreis Dinslaken, welcher Träger der Kita „Quellenweg“ ist. Es sei erfreulich, dass in ganz Dinslaken steigende Kinderzahlen zu verzeichnen sind. „Schön ist, dass der Bedarf da ist. Deswegen ist entschieden worden, anzubauen.“ Es sei erfreulich, dass in ganz Dinslaken steigende Kinderzahlen zu verzeichnen sind.

180 Quadratmeter – unter anderem für neuen Bewegungsraum

Daher wird an der Einrichtung am Quellenweg seit Oktober des vergangenen Jahres gebaut. Im Vorfeld wurde das Dach saniert, danach musste ein Teil des Gebäudes mit dem alten Bewegungsraum abgerissen werden, „vorsichtig im laufenden Kita-Betrieb“, sagt Architekt Jörg Spelleken.

Die Bauarbeiten schreiten voran.
Die Bauarbeiten schreiten voran.© Gerd Hermann

Nun entsteht an dieser Stelle ein Anbau mit rund 90 Quadratmetern für die neue Gruppe, die hier Platz finden soll: mit Haupt-, Neben-, Ruheraum und Wickelbereich. Darüber hinaus ist Platz für Flur, Garderobe und den neuen Bewegungsraum, in dem sich dann alle drei Gruppen austoben können. Insgesamt sind das weitere 180 Quadratmeter. Derzeit besuchen 39 Kinder die Einrichtung am Quellenweg, mit der neuen KiBiz-Gruppe sollen es dann etwa 20 Kinder mehr sein, darunter sechs Plätze für Kinder unter drei Jahren. Die Kosten für den Anbau belaufen sich laut Reimund Schulz auf etwa 800.000 Euro, die fast vollständig die Stadt trage.

Noch nicht alle Plätze sind vergeben

Solange sie im Kindergarten noch auf ihren neuen Bewegungsraum warten, könne das Gemeindehaus mitbenutzt werden, sagt Ulrike Decker. Die Leiterin des Kindergartens lobt die Transparenz in Bezug auf die Kommunikation zu den Eltern während der Bauarbeiten. Auch der Baulärm halte sich in Grenzen. Im Außenbereich befinden sich die Spielgeräte, die Baustelle ist mit Zäunen abgesperrt. Die Kinder seien neugierig gewesen, hätten geschaut, gestaunt und den Anbau mit Lego nachgestellt, erzählt Decker.

Nun sei fast überall das Dach drauf, „dann kann der Innenausbau gut weitergehen“, sagt Jörg Spelleken. So sind die Arbeiten nicht mehr so wetterabhängig. Geplant ist, dass alles bis zum 1. August fertig ist und dann die neue Gruppe einziehen kann. Noch seien nicht alle Plätze belegt, sagt Ulrike Decker. Doch das Jugendamt werde dann entsprechend verteilen, sagt Reimund Schulz. Dass der Bedarf besteht, ist sicher. Denn wie zuletzt berichtet, übersteigt die Nachfrage derzeit das Angebot der Kita-Plätze in Dinslaken, rund 190 Kinder werden keinen Platz in der Wunschkita bekommen.