Bürgermeisterwahl

Michaela Eislöffel will Bürgermeisterin in Dinslaken werden

Das ist Michaela Eislöffel. Die gebürtige Duisburgerin lebt seit über 30 Jahren in Dinslaken.  

Das ist Michaela Eislöffel. Die gebürtige Duisburgerin lebt seit über 30 Jahren in Dinslaken.  

Foto: PR

Dinslaken.  CDU und Grünen in Dinslaken gehen neue Wege und schicken erstmalig gemeinsam eine parteilose Kandidatin ins Rennen um das Bürgermeisteramt.

CDU und Grüne haben nun ihre gemeinsame Bürgermeisterkandidatin für Dinslaken vorgestellt: Es ist Michaela Eislöffel. Die beiden Parteien schicken damit erstmalig gemeinsam eine parteilose Kandidatin ins Rennen um das Bürgermeisteramt.

Bei der Kommunalwahl am 13. September diesen Jahres soll sie, so wünschen es sich CDU und Grüne, den amtierenden Bürgermeister Dr. Michael Heidinger (SPD) ablösen. Eislöffel ist erst die zweite Bürgermeisterkandidatin, die vor den anstehenden Kommunalwahlen ins Rennen geschickt wird. Bürgermeister Dr. Michael Heidinger hatte bereits Ende September bekanntgegeben, wieder anzutreten.

Bürgermeisterkandidatin arbeitet als Lehrerin

Die in Duisburg-Neuenkamp geborene Eislöffel ist Mutter dreier erwachsener Söhne und arbeitet als Lehrerin, zu jeweils 50 Prozent an einer Schule für Kranke und als Mitarbeiterin im Bezirkspersonalrat für Förderschulen und Schulen für Kranke in Düsseldorf.

Sie lebt seit über 30 Jahren in Dinslaken, ist in der Stadt bislang unter anderem als Vorsitzende des GEW Kreisverbandes und bei ihren Teilnahmen an Aktionen des „Bündnis gegen Rechts“ in Erscheinung getreten.

CDU und Grüne haben Eislöffel nach Kandidatur gefragt

Über dieses Engagement, dieses „aus Überzeugung für die Sache einsetzen“, erklärt Eislöffel im NRZ-Gespräch, sei ihre Kandidatur überhaupt erst zustande gekommen. Dadurch habe sie viele Vertreter der Dinslakener Parteien näher kennengelernt. „CDU und Grüne sind schließlich auf mich zugekommen und haben mich gefragt, ob ich mir die Kandidatur vorstellen könnte“, sagt Eislöffel. Zuvor habe sie nie darüber nachgedacht.

„Auch als die Anfrage dann kam, brauchte ich einige Zeit, bis ich mich entschieden habe. Nun aber freue ich mich auf eine sehr aufregende Zeit.“ Eislöffel möchte, „dass in Dinslaken wieder mehr miteinander statt übereinander geredet wird“. Sie findet es in einer Demokratie wichtig, „dass sich möglichst viele Menschen an Debatten beteiligen können und man einander zuhört und sich ernst nimmt. Das habe ich in der Vergangenheit oft vermisst. Wir müssen mehr ins Gespräch kommen. Nur so kann man eine Stadt erfolgreich verändern und deswegen ist dies auch genau eines meiner Ziele.“

Grüne haben Eislöffel bereits zur gemeinsamen Kandidatin gewählt, CDU-Mitglieder noch nicht

Die Grünen haben Eislöffel auf einer Mitgliederversammlung bereits zur gemeinsamen Kandidatin gewählt. „Michaela ist eine Kandidatin, die für Menschlichkeit, mehr Dialog und gegen Rechts einsteht. Besonders in Zeiten einer auseinanderdriftenden Gesellschaft ist dies von großer Bedeutung“, erklärt Grünen-Sprecher Patrick Voss. „Und sie hat uns deutlich gemacht, dass sie Dinslaken ökologischer gestalten und nachhaltig verändern möchte.“

Das Votum der CDU-Mitglieder steht noch aus – am 20. Januar wird Eislöffel sich bei den Dinslakener Christdemokraten vorstellen. Der CDU-Vorsitzende Rainer Hagenkötter gibt sich aber „zuversichtlich, dass sie auch dort die erforderliche Zustimmung erhält“. Das Verfahren, die Bürgermeisterkandidatin bereits zu präsentieren, obwohl sie von den CDU-Mitgliedern noch nicht gewählt worden ist, ist laut Hagenkötter „keine Neuigkeit“. Bereits vor der Kommunalwahl 2014, wo Heinz Wansing für die CDU antrat, sei er vor der Mitgliederversammlung mit seiner Kandidatur an die Öffentlichkeit gegangen. „Wir haben unsere Mitglieder auch dieses Mal parallel zur Öffentlichkeit informiert“, sagt Hagenkötter. Er glaubt, dass das ein guter Weg sei – denn so hätten die CDU-Mitglieder genug Zeit über den Vorschlag nachzudenken.

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