An einem Gymnasium gibt es seit Jahren eine Imker AG, andere Schüler kümmern sich um Hilfsprojekte in Brasilien und eine Grundschule greift das Leben und das Werk von Otto Pankok auf. Sie und weitere Schulen gehören zu den Bildungseinrichtungen, die in der kommenden Woche die Auszeichnung „Schule der Zukunft“ erhalten.

Bei dieser festlichen Auszeichnungsfeier überreichen Wolfgang Spreen, Landrat Kreis Kleve, und Hildegard Banneyer, Ministerium für Schule und Bildung NRW, den Schulen, der Kindertagesstätte und dem Netzwerk Urkunde, Hausschild und Fahne über die erreichte Auszeichnungsstufe. Damit können sie sich künftig in der Öffentlichkeit präsentieren. Das Engagement erhält so öffentliche Anerkennung, der Austausch wird gefördert und das Profil gestärkt.

Im Rahmen der Auszeichnungsfeier präsentieren die Schulen und die Kindertagesstätte auf einem „Markt der Möglichkeiten“ ihre Projekte. Wie es in einer Mitteilung des Ministeriums heißt, haben die Schüler der beteiligten Schulen in den vergangenen vier Jahren ökologische, ökonomische und soziale Aspekte der nachhaltigen Entwicklung vor dem Hintergrund der Globalisierung praxisnah umgesetzt. Damit haben sie beispielhaft daran gearbeitet, Zukunft durch nachhaltige Entwicklung zu gestalten.

Diese Schulen werden ausgezeichnet:

Gymnasium Voerde: Seit 2011 findet alle drei Jahre am GV eine Projektwoche „Gemeinsam aktiV – Lernen einmal anders“ statt. Dadurch will man eine Beschäftigung mit relevanten gesellschaftlichen, ökologischen und globalen Fragestellungen und ein Nachdenken über verantwortungsbewusstes und nachhaltiges Handeln initiieren. 2017 war das Motto „Vielfalt erleben“ Basis für vielfältige Projekte. Ausgehend davon etablierte sich eine Imker AG und es fand eine Umgestaltung des Innen- und Außengeländes der Schule statt.

Gymnasium im Gustav-Heinemann-Schulzentrum: Ausgezeichnet wird das Projekt „Lebendige Begegnung“, für das eine Bildungspartnerschaft mit dem Zoo Krefeld geschlossen wurde. Die Zusammenarbeit dient der theoretischen, praktischen und anschaulichen Erkenntnisgewinnung durch gegenseitige Unterstützung beider Institutionen. Konkret beinhaltet dies Unterricht in der Zooschule, Vorstellung von Berufsfeldern/Praktika und Anfertigung von Facharbeiten.

Ernst-Barlach-Gesamtschule: An der Gesamtschule arbeiten Schüler, Lehrer und Eltern unter dem Leitbild „Handelnd lernen wir, in globalen und nachhaltigen Zusammenhängen zu denken“ in allen Jahrgangsstufen miteinander. Das BNE-Profil hat sich in diesem Kampagnenabschnitt um das Projekt „Trennsetter“ zur Müllvermeidung und -trennung in Zusammenarbeit mit der Stadt Dinslaken („Aktiv fürs Klima“) erweitert. Die Kooperation mit dem Aktionskreis Pater Beda konnte wie angestrebt seit dem Besuch der Hilfsprojekte in Brasilien noch lebendiger gestaltet werden.

Theodor-Heuss-Gymnasium: Auf Initiative der Schülervertretung beschäftigt sich das THG im Rahmen von „Schule der Zukunft“ mit Entwicklungshilfe im Raum Südafrika. Hierbei werden verschiedene Initiativen durch Schulprojekte und Schüleraktionen vorgestellt und unterstützt, um die Situation vor Ort nachhaltig zu verbessern.

Otto-Pankok-Schule: Auf den Spuren Otto Pankoks in die Zukunft: Das Werk und das Leben des Künstlers sowie sein Engagement für eine gerechte und friedliche Welt soll begreifbar gemacht und durch den ökologischen Aspekt erweitert werden. Selbsthergestellte Pflanzenfarben, Natur und Kunst als Ausgangspunkt für generationsübergreifende Gespräche, gemeinsames Arbeiten und der Wissenstransfer über die Herstellung der Farben schaffen eine demokratische, friedliche und kreative Gemeinschaft von Kindern und Erwachsenen.

16 Schulen und eine Kindertagesstätte aus den Kreisen Wesel und Kleve erhalten die Auszeichnung „Schule der Zukunft“. Zusätzlich wird ein Netzwerk als „Netzwerk der Zukunft“ ausgezeichnet.

Die landesweite Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ (BNE) wird mit Unterstützung des nordrheinwestfälischen Umweltministeriums und des Schulministeriums von der Natur- und Umweltschutz- Akademie NRW (NUA NRW) koordiniert.

Ziel ist es, Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Alltag von Schulen, Kindertagesstätten und ihren außerschulischen Partnern zu tragen und dort zu verankern. Weitere Details zur Kampagne und den Projekten aller beteiligten Schulen, Kindertagesstätten und Netzwerken sind im Internet auf www.schule-der-zukunft.nrw.de unter dem Stichwort „Steckbriefe“ zu finden.