JUGENDHILFE

Erneut Streit zwischen Caritas und Stadt Dinslaken

Ein Bild aus besseren Zeiten: Stadtspitze und Caritas-Direktor bei der Übergabe des Bewilligungsbescheid für die finanzielle Landesförderung für die Anpassung des Raumkonzepts der OT Jugend des Caritasverbandes durch den Landtagsabgeordneten Stefan Zimkeit.

Ein Bild aus besseren Zeiten: Stadtspitze und Caritas-Direktor bei der Übergabe des Bewilligungsbescheid für die finanzielle Landesförderung für die Anpassung des Raumkonzepts der OT Jugend des Caritasverbandes durch den Landtagsabgeordneten Stefan Zimkeit.

Foto: Heiko Kempken

Dinslaken.   Die Caritas ist verärgert über den Plan der Stadt Dinslaken, die Bücherstube Lohberg zu verlegen. So würden Parallelstrukturen geschaffen.

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Es gibt erneut Missstimmung zwischen Caritas und Stadt. Diesmal geht es um die von der Stadtverwaltung vorgeschlagene Verlegung der Bücherstube Lohberg vom Ledigenheim in eine zusätzliche Etage über der geplanten Kita auf dem Zechengelände.

Caritas ist „sehr irritiert“ über Argumentation

Die Caritas sei „sehr irritiert“ über die Argumentation eines verbesserten Angebotes für Jugendliche in diesen neuen Räumen, so Guido Busch (Caritas) in einer Stellungnahme an die Ratsfraktionen. Hier solle „Raum geschaffen werden für Jugendliche zur Durchführung von schulischen Lernaufgaben, Formulierung von Lebensläufen, schriftlichen Bewerbungen, Studium und Ausbildung.“ Genau dieses Angebot halte die Jugend OT der Caritas auf der Lohbergstraße aber seit Jahrzehnten vor. „Neben der klassischen offenen Jugendarbeit helfen die Mitarbeiter den Jugendlichen bei allen schulischen Anfragen und insbesondere im Übergang von Schule zu Ausbildung und Qualifikation.“ Zur Erstellung von Lebensläufen und Bewerbungen werde regelmäßig eine Mitarbeiterin eingesetzt.

Der Verband investiert aktuell in die OT

Besonders „ärgert uns das Vorgehen der Verwaltung“, so Busch, da die Caritas aktuell 700.000 Euro für den Ankauf, Um- und Ausbau der OT Jugend investiere. Die gerade unterschriebene „Kooperationsvereinbarung der Akteure der kommunalen Präventions- und Bildungskette in Dinslaken“ verpflichte die Akteure, „zusammenzuwirken und die Zusammenarbeit mit Blick auf die Kinder und Jugendlichen zu intensivieren. Das sei „in dem hier vorliegenden Fall nicht geschehen“, so Busch. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass „nur ein abgestimmtes und von den Partnern auf Augenhöhe getragenes Verhalten“ den Stadtteil fördere. Also sollten laut Caritas die schon vorhandenen Strukturen im Stadtteil gestärkt werden. Warum „parallele Strukturen geschaffen werden sollen, erschließt sich uns nicht“. schreibt Busch.

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