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Luftfilter: Dinslakener Elternpflegschaften danken Politik

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Richard Pennings (li.) und Stefan Walko von der Elternpflegschaft der EBGS setzen sich schon seit fast einem Jahr für Luftfiltergeräte an Schulen ein.

Richard Pennings (li.) und Stefan Walko von der Elternpflegschaft der EBGS setzen sich schon seit fast einem Jahr für Luftfiltergeräte an Schulen ein.

Foto: Markus Weissenfels / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Nach dem Beschluss, Luftfilter anzuschaffen: Die Vorsitzenden der Elternpflegschaften von EBGS und THG schreiben einen Dankesbrief an den Rat.

Die Schulpflegschaften des Theodor-Heuss-Gymnasiums und der Ernst-Barlach-Gesamtschule möchten sich bei der Dinslakener Politik bedanken weil diese „nach einem langen und nicht immer problemlosen Meinungsfindungsprozess bekanntlich annähernd einstimmig die Anschaffung von mobilen Raumluftfiltern für alle Klassen in Dinslaken in einer ersten Charge 244 Stück schnellstmöglich für die Klassen 1-6 beschlossen hat.“ Das schreiben Guido Stammer (Elternpflegschaftsvorsitzender des THG) und Richard Pennings (Elternpflegschaftsvorsitzender der EBGS) in einem offenen Brief.

Pflegschaften hätten bei der Stadt Dinslaken „auf Granit gebissen“

„Seit unserem ersten „Aufschlag“ bei der Verwaltung am 6. Oktober 2020 sind nun fast elf Monate vergangen, in denen sich nach außen hin in der Angelegenheit nicht viel getan hat.“ Immer wieder hätten die Pflegschaften beider Schulen seitdem „bei der Stadt Dinslaken auf Granit gebissen, die bis zuletzt diese Investition in die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen generell abgelehnt hat.“ Die dann in der Sondersitzung am 24. August vorgelegte Alternative der Stadt zu Raumluftfiltern – der Einsatz eines Ventilatorensystems – „hat uns dazu veranlasst, eine umfassende Informationsveranstaltung für Politik und Verwaltung in der Aula der EBGS zu veranstalten“. Dort habe ein „konstruktiver und ergebnisoffener Meinungsaustausch“ stattgefunden. der „noch einmal erheblich zur Entscheidungsfindung beitrug.“ Leider sei die Verwaltung nicht anwesend gewesen und habe somit auch nicht die Möglichkeit genutzt, „bei Politik und Elternschaft für ihr überraschend vorgelegtes Ventilationssystem zu werben“.

„Beispielhafte Demokratie“ in der Ratssitzung

In der Sondersitzung „durften wir dann erleben, wie beispielhafte Demokratie funktioniert, als nach langer und lebhafter Diskussion und einer Sitzungsunterbrechung sowohl die drei großen Parteien SPD, CDU und Grüne eine gemeinsame Basis gefunden haben als auch auch FDP, Linke, UBV, Die Partei und die AWG ihre Vorstellungen zu Gunsten der Dinslakener Kinder hierin unterbrachten.“ Die Eltern, so heißt es in dem Brief, seien „vom Verlauf der Sitzung stark beeindruckt – eine derart überwältigende Mehrheit für die Anschaffung von Raumluftfiltern entgegen einer von der Verwaltung ausgesprochenen anderslautender Empfehlung hatten wir nicht erwartet. Wir freuen uns sehr darüber und bedanken uns bei allen Fraktionen noch einmal für die stets offene Kommunikation und die Bereitschaft zum ergebnisoffenen Meinungsaustausch im Vorfeld“, so Guido Stammer und Richard Pennings.

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