Saunaschließung

Nutzer kritisieren lange Saunaschließung im Hallenbad Voerde

Eine Gruppe von Saunagästen machte sich auf den Weg zum Hallenbad, um ihrem Unmut über die seit Wochen nicht nutzbare Sauna Luft zu machen.

Foto: Lars Fröhlich

Eine Gruppe von Saunagästen machte sich auf den Weg zum Hallenbad, um ihrem Unmut über die seit Wochen nicht nutzbare Sauna Luft zu machen. Foto: Lars Fröhlich

Voerde.   Sauna ist seit langem außer Betrieb. Gäste wollen Karten zurückgeben. Ab 25. Mai soll die Anlage wieder nutzbar sein – für etwa zwei Wochen.

Freiwillig schwitzen im Voerder Hallenbad – seit fast drei Monaten ist das dort nicht mehr möglich: So lange schon ist die Saunaanlage nicht nutzbar. Seit dem 24. Februar sei diese nicht betriebsbereit und deshalb geschlossen, ärgert sich Manfred Fregin – seines Zeichens auch Ratsherr der Wählergemeinschaft Voerde (WGV) – und mit ihm tun dies viele weitere Saunafreunde. Mit acht Mitstreitern – „nur eine Abordnung derer, die sonst kommen“, viele seien berufstätig – machte er sich kürzlich mittags auf den Weg ins Hallenbad, um dort bei den Schwimmmeistern eine schriftliche Erklärung abzugeben.

Darin kündigen sie an, ihre gekauften Saunakarten zurückgeben zu wollen, weil die Stadt es ihnen nicht ermögliche, die Anlage zu den festgelegten Öffnungszeiten zu nutzen. Mehrfach habe man angefragt, wann die Mängel behoben würden, seit vielen Wochen werde man vertröstet, moniert Fregin, der überzeugt davon ist, dass längst Abhilfe hätte geschaffen werden können. Er vermisst eine schlüssige Erklärung, warum das alles so lange dauert. Die Sauna habe geschlossen werden müssen, weil Schäden an der Unterkonstruktion der Sitzbänke festgestellt worden seien und diese damit nicht mehr verkehrssicher gewesen sei, erklärt Dezernent Lothar Mertens jetzt auf NRZ-Nachfrage.

Holz hatte Lieferzeit von sechs Wochen

Zur Erinnerung: Vor zwei Monaten hatte WGV-Fraktionsvorsitzender Christian Garden im Haupt- und Finanzausschuss das Thema Sauna, die zu dem Zeitpunkt bereits mehrere Wochen außer Betrieb war, auf den Tisch gebracht. Die Verwaltung antwortete, wegen der vorläufigen Haushaltsführung, in der sich die Stadt befinde, noch keinen Auftrag für die Behebung der Schäden vergeben zu können. Inzwischen ist dies geschehen, allerdings hatte das benötigte Holz allein eine Lieferzeit von sechs Wochen, wie Dezernent Mertens im Gespräch mit der NRZ weiter ausführte.

In der kommenden Woche nun, am Dienstag, 22. Mai, soll die beauftragte Fachfirma mit den Arbeiten beginnen. Diese würden zwei bis drei Tage dauern, und ab Freitag, 25. Mai, soll die Sauna dann wieder nutzbar sein, kündigte Mertens an. Danach bleibt noch etwas mehr als zwei Wochen Zeit, die Anlage zu nutzen, denn ab dem 10. Juni geht das Hallenbad und damit auch die Sauna in die dreimonatige Betriebspause, während derer jährlich erforderliche Reparatur- und Wartungsarbeiten erledigt werden.

Stadt will Rückgabe der Karten im Einzelfall prüfen

Die Stadt will die von den Saunafreunden angekündigte Rückgabe von gekauften Karten (eine Fünferkarte kostet 48 Euro, eine Zehnerkarte 90 Euro) im Einzelfall prüfen, wenn sich jemand direkt an sie wende, wie Dezernent Mertens erklärt. Die Schwimmmeister hätten die Weisung, nach entsprechender Prüfung den Betrag auszuzahlen – was auch schon passiert sei.

Mit ihrer Aktion wollen Manfred Fregin und seine Mitstreiter auch ein Zeichen mit Blick auf die beabsichtigte Realisierung eines Kombibades setzen. Sie möchten schon heute frühzeitig darauf hinweisen, auch unter anderem „im Sinne der Gesundheitserhaltung“ eine Sauna mit einzuplanen. Nicht nur die Schwimmfreunde des sehr guten Fördervereins „Voerder Bäder“ hätten berechtigte Wünsche. Bei einer Bürgerinformations-Veranstaltung der SPD war einer Sauna eine klare Absage erteilt worden. Manfred Fregin macht deutlich, dass seine Mitstreiter und er keinen Saunapark oder eine Saunaoase wollen, ihnen sei die Haushaltssituation in Voerde bekannt. Was sie sich wünschen, sei nur eine Sauna mit einer zentralen Schwitzanlage.

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