EVK

Am Montag ziehen die ersten Patienten ein

Die Medizinische Klinik

Die Medizinische Klinik

Foto: Robert Poorten

Düsseldorf.   Nach mehr als vier Jahren Bauzeit feiert das Evangelische Krankenhaus in Düsseldorf seinen Neubau an der Florastraße.

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Die Stiftung Evangelisches Krankenhaus eröffnet diese Woche ihren fertigen Neubau. Im Beisein von Stadtvertretern, dem Architekten und zahlreichen Gästen und Partnern aus Stadt und Verwaltung wurde die Fertigstellung des dreistöckigen Baus mitten im Quartier gefeiert. Samstag sind Nachbarn und Bürger von 11 bis 15 Uhr eingeladen, die neuen Räume zu besichtigen und zu erleben.

Der Spatenstich war 2012, seitdem ist entlang der Florastraße der dreigeschossige Neubau entstanden. Vom Fürstenwall, über die Kronenstraße, die Kirchfeldstraße und jetzt auch die Florastraße sind alle Bereiche des Krankenhauses und ebenso auch die meisten Einrichtungen der gesamten Stiftung nun an einem Platz gebündelt.

Am kommenden Montag werden die ersten Patienten einziehen. Nach insgesamt vier Jahren und fünf Monaten Bauzeit. Insgesamt wurde das geplante Investitionsvolumen für den Neubau von rund 40 Millionen nicht überschritten.

Aber wer zieht in den mehr als 11 000 quadratmetergroßen Neubau ein? Im Erdgeschoss soll das ambulante onkologische Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Platz finden. Momentan befindet es sich gegenüber an der Kirchfeldstraße 35. Die ambulante onkologisch-strahlentherapeutisch ausgerichtete Großpraxis unter der ärztlichen Leitung von Dr. Henning Bredenfeld hat jetzt einen separaten Eingang links neben dem Krankenhauseingang. Ebenfalls ins Erdgeschoss zieht die zentrale Notfallpraxis Düsseldorf (NFP) der niedergelassenen Ärzte ein. Für das EVK hat dies den Vorteil, dass die eigene Notfallambulanz des Krankenhauses räumlich von der eigenen Notfallpraxis getrennt ist und damit die Verwechslung beider unterschiedlicher Versorger der Vergangenheit angehört.

Das erste Oberschoss bezieht die Medizinische Klinik, die mit dem gesamten Team von der sechsten Etage des „alten“ Krankenhauses in den Neubau zieht und damit eine direkte räumliche Anbindung an die Endoskopie herstellt, die sich seit langem schon auf der ersten Etage des Krankenhauses befindet. Im zweiten Obergeschoss ist eine zweite, neue Hotelklinik mit 21 Betten untergebracht und in der dritten Etage entsteht ein neuer OP-Trakt mit drei Operationssälen. Im Untergeschoss des neuen Baus sind die neue Küche und das Bistro entstanden und im Kellergeschoss arbeitet bereits seit ein paar Monaten die Strahlentherapie. Zudem ist eine Tiefgarage mit 37 Parkplätzen gebaut worden, die teilweise von der Stiftung genutzt oder an Nachbarn vermietet wird.

Neues Wegeleitsystem

Mit der Inbetriebnahme des Neubaus gibt es im Krankenhaus ein neues Wegeleitsystem. Der Neubau an der Florastraße ist ab jetzt Haus 1 und bekommt die Farbe Orange. Das alte Haupthaus mit dem Haupteingang heißt ab nun Haus 2 und bekommt als Leitfarbe das bekannte EVK-Blau. Der andere Flügel des Krankenhauses entlang der Kronenstraße ist jetzt Haus 3, grüne Schilder und Pfeile führen die Besucher dorthin.

1866, vor genau 150 Jahren, zog das EVK von der Berger Straße 18 in der Altstadt an den Fürstenwall. 17 Jahre zuvor, 1849, war es von evangelischen Bürgern der Stadt Düsseldorf gegründet und direkt neben der Berger Kirche eröffnet worden. Dann brauchte das EVK mehr Platz. Das damalige Kuratorium machte sich deshalb für einen Neubau stark und so entstand das neue EVK zunächst am Fürstenwall. Bis auch dort der Platz nicht mehr ausreichte. 1966 startete der Bau an der Kirchfeldstraße, den die heutigen Bilker als ihr Krankenhaus kennen. Acht Stockwerke auf dem Platz zwischen Kronen- und Florastraße, eröffnet wurde das EVK im Juni 1972.

Seitdem ist viel passiert. Ende der 90er Jahre zeigt sich immer mehr, dass moderne Medizin und Pflege mehr Platz brauchte. Diesmal suchte man nach Lösungen im Quartier. 2006 an der Kronenstraße entstand so der erste neue Anbau mit neuen OPs und der ersten Hotelklinik. Als das stiftungseigene Pflegeheim „Kronenhaus” 2005 an den Südring zog, gab es Überlegungen, das leerstehende Haus für das Krankenhaus zu nutzen. Bis dann im Frühjahr 2009 die Entscheidung für einen Neubau entlang der Florastraße fiel. Klaus Peter Taschner (53) war gerade neuer Vorstand der Stiftung geworden. Er verfolgte von Anfang an mit Architekten Kurt Dorn eine Idee: Das Krankenhaus sollte einen zweiten Flügel, analog zum ersten Anbau 2006, bekommen. Nachdem das Kuratorium zugestimmt und die Bauanträge genehmigt waren, wurde im Mai 2012 der Baubeginn offiziell gefeiert. Jetzt feiert man erneut.

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