„Immer nur zu schreiben, dass die Blümchenwiese hübsch ist, das bringt nichts“, sagt Ferdinand von Schirach. In diesem Moment eint die Zuhörenden im Schauspielhaus die innere Bereitschaft, dieser These des Beststeller-Autors zuzustimmen. Schließlich haben sich hier gesellschaftskritische Personen mit Reflexionspotenzial versammelt. Ausverkauft ist die Lesung, inklusive smarter Zwischentöne. Schirach stellt mit „Kaffee und Zigaretten“ ein Werk vor, welches in 48 Momenten einen autobiografischen Einblick schenkt und seine Wahrnehmung des Hier und Jetzt spiegelt. Es thematisiert merkwürdige Rechtsfälle und zeigt seine kompromisslose Haltung zur Würde des Menschen auf.

Ferdinand von Schirach plaudert sein Publikum warm