Die Leute vom „Bündnis bezahlbarer Wohnraum“ haben bewusst das Dreiecksplätzchen als Schauplatz für ihre Pressekonferenz ausgesucht. Hier, mitten in Oberbilk, werden gerade nach und nach Häuser von Immobilienspekulanten aufgekauft. im ganzen Stadtteil dürften es mittlerweile mehrere Dutzend Immobilien sein. Die Investoren erhöhen die Mieten und verdrängen so die Menschen aus dem Kiez.
„Wir haben lange recherchieren müssen, um zu ermitteln, wer diese Spekulanten sind“, erklärt Johannes Dörrenbächer, Streetworker von Fiftyfifty, und zeigt auf ein paar hübsche Wohnhäuser aus altem Bestand, in dessen Schatten das Oberbilker Plätzchen liegt. Es sind nur ein paar wenige Investoren, aber die verfahren immer nach dem gleichen Muster. Dörrenbächer nennt ein Beispiel: „Die Kaltmiete wird für die alteingesessenen Mieter zunächst bewusst niedrig gehalten, die Nebenkostenabrechnung sprengt dann aber komplett den finanziellen Rahmen des Mieters. So werden Häuser entmietet, die Gegend gentrifiziert.“


