Umwelt

Baumschutzgruppe übergibt 1000 Unterschriften an Dezernentin

Übergaben am Freitag die Unterschriftenlisten: Andrea Vogelgesang und Uli Schürfeld.         

Übergaben am Freitag die Unterschriftenlisten: Andrea Vogelgesang und Uli Schürfeld.         

Foto: Foto: BAUMSCHUTZGRUPPE

Düsseldorf.  Forderung der Aktivisten in Düsseldorf: Die Mähaktion der Stadtreinigung Awista dieses Jahr im Stadtgebiet auf keinen Fall zu wiederholen.

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Im Rahmen der Veranstaltung zum globalen Klimastreik von Fridays for Future kommentierten und überreichten Uli Schürfeld und Andrea Vogelgesang von der Baumschutzgruppe Düsseldorf nun die Ergebnisse der Unterschriftenlisten zu ihrer Aktion „Blütenpflanzen wachsen lassen!“ Sie beinhaltet die Forderung an die Umweltdezernentin Helga Stulgies, die von der Stadt Düsseldorf im Jahr 2018 erstmals beauftragte Mähaktion an die Awista unter dem Motto „Sauberes Düsseldorf“ dieses Jahr im Stadtgebiet auf keinen Fall zu wiederholen. Vogelgesang und Schürfeld übergaben 1000 Unterschriften.

Jahre der Beton- und Asphaltkultur

„Heimische Blütenpflanzen sind wichtige Insektennahrung, sie tragen zum Erhalt der Artenvielfalt bei und sind insbesondere für Tag- und Nachtfalter von besonderer Wichtigkeit“, so Uli Schürfeld. „Der Erhalt eines lebenswerten Stadtraums ist dringlicher als einem Sauberkeitsbegriff aus den Jahren der Beton- und Asphaltkultur zu folgen.“ Andrea Vogelgesang ergänzt: „Blütenpflanzen und Bäume sind nicht nur reine Deko am Straßenrand und keine Frage des Geschmacks, sondern unerlässliche Teile des lokalen und letztendlich auch globalen Ökosystems.“

Zudem sollten, so eine weitere Forderung der Baumschutzgruppe Düsseldorf, „nicht mehr von Anwohnern ausgesäte und gepflegte Glockenblumen, Stockrosen oder Königskerzen einfach weggemäht werden“. Denn auch das sei aus ökologischer Sicht nicht nachvollziehbar. Vogelgesang: „Setzen wir auch in Düsseldorf ein Zeichen, etwas für die Biodiversität und den Insektenerhalt zu tun und nicht nur darüber zu reden.“

Beispiel an Wiesbaden nehmen

Man solle sich in diesem Zusammenhang ein Beispiel an Wiesbaden nehmen. Dort haben die Verantwortlichen in der Politik und der Verwaltung beschlossen, zehn Prozent der städtischen Grünflächen zu einem Lebensraum für Insekten umzuwandeln. Saatgut mit regionaltypischen Wiesenpflanzen wird zu einer bunten Blumenwiese und zwar auf Grünflächen mitten in der Stadt. „Warum wird so eine Initiative in der Landeshauptstadt von NRW nicht umgesetzt?“, heißt es in der Forderung der Baumschutzgruppe. „Wir denken, dass es möglich ist und die Stadtgesellschaft auch ein Beispiel geben kann für alle anderen, die Kleingärten, Parkplätze oder Vorgärten haben.

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