Buch

Die Liebe eines Düsseldorfer zu seiner „Ente“

Dietmar Wolf alias Anton Wolfpril mit seinem Buch „Entengeschichten- ein Jahr im 2CV“.

Dietmar Wolf alias Anton Wolfpril mit seinem Buch „Entengeschichten- ein Jahr im 2CV“.

Foto: Angelika / Düssel Ducks

Düsseldorf.  In „Entengeschichten – Ein Jahr im Citroën 2CV“ erzählt Kultauto-Besitzers Dietmar Wolf aus Düsseldorf Geschichten rund um sein Lieblingsfahrzeug

Eine lebenslange Liebesgeschichte zwischen einem Mann und seinem Auto: Dietmar Wolf ist vom 2CV begeistert. Seit dem er ein junger Mann ist. Die Leidenschaft zur „Ente“ hat er nun in einem Buch festgehalten. Er hat es unter dem Pseudonym Anton Wolfpril geschrieben. Am Montag, 27. Juli, erscheint „Entengeschichten – Ein Jahr im Citroën 2CV“ – passend zum 30. Jahrestag der Produktionseinstellung des Citroën 2CV.

Ein folgenreiches Geschenk

Anton Wolfpril, der Protagonist des Buches, schenkt seiner Frau eben dieses Auto zu Weihnachten. Von dort an ändert sich nicht nur sein Leben, sondern auch das Leben der gesamten vierköpfigen Familie wird auf den Kopf gestellt.

„Fortan warten Abenteuer, skurrile Menschen, emotionale und physische Karambolagen und manchmal sogar Kriminelles auf die Wolfprils“, sagt Buchautor Dietmar Wolf zu seiner fiktiven Geschichte. „Doch als unverbesserlicher Optimist schafft es Anton fast immer, alle Lebenssituationen zu meistern.“ Der Leser begleitet Anton von einem Weihnachtsfest zum nächsten und erlebt ihn in verschiedenen Lebenssituationen.

„Ein Auto mit Charakter“

Der Mann hinter dem Pseudonym Anton Wolfpril wurde 1958 geboren und wuchs in Hochdahl, am Rande des Neandertals auf. Dietmar Wolf kam dann Anfang der 90er nach Düsseldorf. Als Reiseverkehrskaufmann benötigte er ein Auto, das nicht teuer war, womit er aber bei den Kunden vorfahren konnte. So kaufte er sich seine erste Ente im Jahr 1994. Sie war blau. „Es ist ein Auto mit Charakter“, sagt Wolf. „Es gab viele Leute die mein Auto schön fanden.“ So auch „Düssel Ducks“, ein offener Stammtisch für 2CV-Fans in Düsseldorf und Umgebung. Dietmar Wolf erinnert sich noch gut an die erste Begegnung mit dem Entenstammtisch: „An meiner Windschutzscheibe klebte irgendwann ein Zettel mit der Aufschrift: Hey du hast ein schönes Auto. Wir auch.“ Über den Stammtisch der Düssel Ducks kam er dann in Kontakt mit der Entenszene.

Der Weg zum Buch

„Ich schrieb schon immer Reiseberichte“, sagt Wolf. „2014 erhielt ich eine Anfrage, ob ich nicht eine Weihnachtsgeschichte schreiben könnte. Zwei Tage später fing ich unter dem Pseudonym Anton Wolfpril an zu schreiben.“ Und das mit Erfolg: Einige der Geschichten rund um Anton Wolfsprils Liebe zum Kultauto Ente erschienen im „Entenschnabel“, dem einzigen deutschen 2CV-Magazin. Er schrieb immer mehr Geschichten, sodass er im Laufe der Zeit entschloss, ein Buch mit eben diesen zu verfassen. Der Verlag „Buch&Motor“ suchte sich siebzehn seiner Geschichten aus, und bündelte diese in einem Band von 160 Seiten.

Eigenes Erlebnis mit seiner Ente

Seine erste Ente brannte vor Jahren auf der Autobahn ab. Allerdings hatte er mit dieser, genauso wie sein Pseudonym, die „ein oder andere Sache erlebt“, so Wolf. „Ich habe die erste öffentliche Ente der Welt“, sagte er im Jahr 1998. Denn über Nacht hatte sich damals ein alkoholisierter Mann in seinem Auto einquartiert. Dietmar Wolf beschrieb den Herrn damals mit den Worten: „Ein gut gekleideter Herr in desolatem Zustand.“ Er musste den Mann bitten, seine Ente zu verlassen.

Bis heute ist die Liebe zu den Autos geblieben: Er fährt seit 15 Jahren ein Enten-Modell Dolly, Baujahr 1986. In Beige und Bordeaux. „Eine seltene Lackierung“, sagt Wolf.

Das Buch wird am Montag, 27. Juli, um 19 Uhr vorgestellt im Biergarten des Zakk, Fichtenstraße 40. Eintritt: 5,55 Euro. Es ist für 14,90 im Buchhandel und bei der Vorlesung zu haben.

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