Sammelaktion

Düsseldorfer fährt Tour de France-Strecke für guten Zweck

Eine große Inspektion steht noch an für das Rennrad, bevor Markus Reimann sich auf die 3540 Kilometer lange Strecke der Tour de France begibt.

Foto: Walfried Schneider

Eine große Inspektion steht noch an für das Rennrad, bevor Markus Reimann sich auf die 3540 Kilometer lange Strecke der Tour de France begibt.

Düsseldorf.  Markus Reimann fährt alle Etappen der Tour de France einen Tag vor den Profis ab. Mit der Aktion sammelt er Spenden für Fahrräder in Burundi.

Markus Reimann hat ein ehrgeiziges Projekt. Der gebürtige Düsseldorfer möchte mit seinem Rennrad alle 21 Etappen der Tour de France abfahren – jeweils einen Tag vor den Profis. Mit seiner Aktion möchte er Spenden für Fahrräder in Burundi sammeln. „In Burundi ist das Verkehrsmittel Nummer Eins das Fahrrad“, erklärt der Sportler. Die Spenden sollen direkt auf das Konto des Vereins „burundikids“ gehen, der Kindern im zentralafrikanischen Burundi Räder zur Verfügung stellen will.

Ersatzteile für das Rad kommen ins Gepäck

Für Markus Reimann, der in Flingern lebt und sich als Malermeister selbstständig gemacht hat, ist Radfahren mehr als nur ein Hobby. „Ich fahre etwa 15 Stunden Fahrrad in der Woche, im Jahr komme ich damit auf 18.000 Kilometer. Für den Profiradsport habe ich mich schon immer interessiert und war schon oft als Zuschauer bei der Tour de France dabei.“

In seiner Wohnung stehen drei Rennräder. Für das Rad, das ihn auf den dreieinhalbtausend Kilometern der Tourstrecke begleiten wird, hat er sich schon entschieden. Vor dem Start bekommt es noch eine große Inspektion. Trotzdem werden auch viele Ersatzteile im Gepäck sein.

Ein Freund mit Wohnmobil begleitet ihn

Unterstützung erhält Markus Reimann während der drei Wochen von einem Freund, der ihn mit dem Wohnmobil in den Ortschaften entlang der Strecke erwarten wird und für Verpflegung sowie Unterkunft sorgt. Jeweils einen Tag, bevor sich die Radrennfahrer der Tour de France auf die Etappe begeben, will Markus Reimann auf der Strecke sein. Mit Getränken und einigen Bananen im Gepäck wird er sich morgens gegen 8 Uhr auf die Strecke begeben.Vier Stunden später, nach etwa 100 Kilometern, ist eine Mittagspause am Wohnmobil geplant. Nach einer Stärkung und einem kurzen „Power Nap“ geht es dann an den zweiten Teil der jeweiligen Etappe. Wie viel Zeit er benötigt, spielt für Markus Reimann dabei keine Rolle. „Ich fahre nicht auf Tempo. Für mich geht es nur darum, die Strecke zu absolvieren“, so der Sportler.

Und die wird anstrengend genug. Auf den Hochgebirgsetappen müssen einige Höhenmeter bewältigt werden. „Die Bergetappen werden auf jeden Fall anspruchsvoller als die Flachetappen“, sagt Markus Reimann. „Aber ich liebe die Berge, landschaftlich sind diese Strecken extrem reizvoll.“

Die absolvierten Strecken sind online zu sehen

Um für seine Aktion zu werben, hat der Sportler eine Facebookseite erstellt. Dort möchte er seine Erlebnisse während der Fahrt teilen. Außerdem findet man Markus Reimann bei „Strava“, dem „Facebook für Radfahrer“, wie er sagt. Dort kann man die Strecke, die er gefahren ist, jeden Tag verfolgen.

Für den Verein „burundikids“ hofft er auf viele Spenden. Mit dem Geld sollen möglichst viele Fahrräder angeschafft werden, mit denen Kinder in Burundi zur Schule fahren können oder um sie in landwirtschaftlichen Projekten einzusetzen. Ein Neurad koste 120 Euro, Spenden ab 5 Euro werden entgegen genommen.

>>> Die Spenden können das folgende Konto des Vereins „burundikids“ überwiesen werden:

IBAN: DE50 4306 0967 4045 9481 00
BIC: GENODEM1GLS
Stichwort „Fahrräder“ im Verwendungszweck

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