Tierisches

Düsseldorfer Katzenhotel ist ein Paradies für Schnurrer

Da kann man es sich gut gehen lassen: im Katzenhotel.

Foto: Martin Gerten/Archiv

Da kann man es sich gut gehen lassen: im Katzenhotel. Foto: Martin Gerten/Archiv

Düsseldorf.  Seit drei Jahren betreibt Miriam Kuhl ihr Katzenhotel in der Düsseldorfer City. Derzeit 18 Katzen rennen, klettern, futtern und schlafen dort derzeit.

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Die Osterferien stehen vor der Tür. Viele Düsseldorfer zieht es raus aus der Stadt, um ein paar ruhige Tage mit der Familie zu verbringen. Da rufen entweder die letzten Schneeflocken samt Skipiste oder die ersten Sonnenstrahlen im Süden. Eine Frage kommt in diesem Zusammenhang immer wieder auf: Wohin mit den Haustieren? Wenn die Nachbarn mal keine Zeit haben und die Bekannten streiken wird’s eng mit der Versorgung des Vierbeiners. Zumindest für die Katzenbesitzer gibt es aber seit drei Jahren die perfekte Lösung, um unbesorgt in den Urlaub abzudampfen: Miriam Kuhls Katzenhotel an der Wielandstraße mitten in der Düsseldorfer City. Hier gibts auf knapp 200 Quadratmetern so ziemlich alles, was das Katzenherz begehrt. Kletterbäume, Schlupflöcher in den Wänden und eine Stegkonstruktion unter der Decke. Der Service kommt an.

Derzeit 18 Katzen rennen, klettern, futtern und schlafen und scheinen ziemlich zufrieden mit ihrer Situation zu sein. Die Buchungszahlen sind konstant hoch, dennoch ist das Geschäft saisonabhängig: „Vor allem während den Feiertagen und in den Schulferien bringen die Menschen ihre Katzen zu uns. Schon jetzt sind wir für Weihnachten zur Hälfte ausgebucht, für die Osterferien gibt es nur noch wenige Restplätze“, berichtet Miriam Kuhl.

Ein kleiner Neuankömmling ist noch nicht so begeistert von so viel Trubel und faucht alles an, was sich auf fünf Meter nähert. Er steckt sein Revier ab, zeigt den anderen Katzen wo seine Wohlfühlzone liegt. Aber er wird sich schnell an die viele Gesellschaft gewöhnen“, ist Kuhl sicher.

Entscheidung zum Berufswechsel

Die 41-Jährige betreibt ihr Katzenhotel seit mittlerweile drei Jahren, sie selbst wohnt nebenan. In der Tierbetreuung ist sie schon seit elf Jahren aktiv. „Irgendwann wurde mir allerdings klar, dass das nicht ausreicht, die Tiere auf diese Art nicht optimal gepflegt werden können“, erklärt Kuhl, die mittlerweile laut eigener Aussage einen 16-Stunden Tag hat. Gelernt hat sie eigentlich etwas ganz anderes. Nach dem Germanistik-Studium folgte ein Job als Journalistin. Die Liebe zu den haarigen Vierbeinern war allerdings stärker als die Leidenschaft fürs Schreiben, weswegen die Entscheidung zum Berufswechsel nicht schwer fiel.

Die Kundschaft im Katzenhotel könnte vielschichtiger nicht sein: „Den normalen Kunden gibt es nicht. Manche Katzen werden während des Urlaubs ihrer Besitzer hier abgegeben, andere für mehrere Monate, weil gerade ältere Menschen überfordert sind wenn die Katze erkrankt oder besondere Pflege braucht. Sehr viele Kunden kommen allerdings, um ihre Katze an ein neues Tier zu gewöhnen, dann gehts für die beiden Tiere für eine gewisse Zeit in ein Einzelzimmer, wo sie sich aneinander gewöhnen und im Idealfall als Freunde nach Hause gehen.“ Wichtig war ihr aber auch immer der soziale Aspekt. So leben derzeit fünf spanische Katzen in Düsseldorf, die sich in ihrer Heimat in akuter Not befanden. Sie dürfen im Hotel einziehen und sich bis zu ihrer Vermittlung von den Strapazen erholen.

Wer die fünf Vierbeiner kennenlernen will und sich ansonsten über das Katzenhotel informieren möchte, hat dazu am Sonntag von 15 bis 18 Uhr an der Wielandstraße 27 bei Kaffee und Kuchen Gelegenheit. Drei Stunden lang wird es ein Kennenlernen – auch mit den aktuellen Sorgenkindern – geben.

Und wer weiß, vielleicht finden sie ja schon am Sonntag ein neues zu Hause.

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