Luftverkehr

Bei Facebook: Ex-Air-Berlin-Mitarbeiter planen neue LTU

So oder ähnlich könnten Flieger einer neuen LTU aussehen. In der Facebook-Gruppe gibt es von Mitgliedern bereits Vorschläge wie diesen.

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So oder ähnlich könnten Flieger einer neuen LTU aussehen. In der Facebook-Gruppe gibt es von Mitgliedern bereits Vorschläge wie diesen. Foto: Facebook

Düsseldorf.   Mitarbeiter der früheren Air Berlin planen eine Neuauflage der traditionsreichen Düsseldorfer Airline mit den drei großen Buchstaben.

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Ist das nur eine Schnapsidee oder doch ein realistische Vorstellung? Mitarbeiter der Air Berlin, die früher bereits bei der LTU gearbeitet haben, planen die Wiederbelebung der traditionsreichen Düsseldorfer Fluggesellschaft LTU. In der Facebook-Gruppe „Neugründung LTU International Airways“ wird seit Wochen diskutiert und geplant.

Und nicht nur das: Die Verantwortlichen haben nach NRZ-Informationen vorgestern Abend bereits Gespräche in Berlin geführt. Auch mögliche Investoren werden gesucht. So soll auch mit Rudolf Wöhrl Kontakt aufgenommen worden sein. Dem bayerische Unternehmer Wöhrl gehörte früher die „Deutsche BA“. Er hatte auch Interesse an der Übernahme der insolventen Air Berlin, blitzte aber im Gläubigerausschuss gegen das Lufthansa-Angebot ab.

Man sieht sich in der Lage eine Airline zu operieren

„Anscheinend sind wir in der Lage, wirklich als Airline zu operieren“, sagte Sven Scholten gestern nach langer Recherche- und Vorbereitungsarbeit. Scholten ist einer derjenigen, die das Projekt „Neue LTU“ oder „LTU neo“ mit Energie und Herzblut vorantreibt. „Wir haben sogar ein AOC, das auf Eis liegt und man beim Luftfahrtbundesamt reaktivieren muss.“ AOC ist die Zulassung für den Flugbetrieb.

Viel Vorarbeit ist im Vorfeld der Neugründung einer Fluggesellschaft zu erledigen. Dabei geht es um die Zulassung beim Luftfahrtbundesamt, um Namensrechte der früheren LTU, Lande- und Startrechte für eine neue Airline. Außerdem muss der Verkauf von Sitzplätzen gestartet werden. Mehr Infos zum Stand der LTU-Neugründung wollen die Verantwortlichen in den kommenden Tagen öffentlich machen.

Sie wollen vor allem eins erreichen: Gegen das künftige Monopol der Eurowings angehen und vor allem wieder eine Fluggesellschaft mit Herz fliegen lassen, für die zuletzt die Air Berlin gestanden hatte.

„Die meinen das völlig ernst. Und die wollen das durchziehen...“

Doch nicht alle der bisherigen Air Berlin-Mitarbeiter sind überzeugt, dass sich die Neuauflage der LTU realisieren lässt und sind skeptisch. Karl-Hermann Hansen, seit Jahrzehnten im Marketing der LTU und später bei der Air Berlin, sagt allerdings: „Die meinen das völlig ernst. Und die wollen das durchziehen...“

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