Stadtteilserie

Krankenhaus Elbroich ist eine Heilstätte für Senioren

Das Krankenhaus Elbroich

Das Krankenhaus Elbroich

Foto: Fugmann

Düsseldorf-Holthausen.   Mitten im Düsseldorfer Elbroichpark /Heyepark liegt die Klinik. Das Krankenhaus Elbroich ist ein ganzheitliches Versorgungskrankenhaus.

Zwischen Schloss und uraltem Baumbestand, inmitten von Gezwitscher, im grünem Teil von Holthausen, da befindet sich das Krankenhaus Elbroich. Selbst vielen Düsseldorfern ist diese Klinik kaum ein Begriff. Vielleicht, weil dieses Krankenhaus nur auf ältere Menschen spezialisiert ist.

„Es gibt einen Trend dahin, dass große Kliniken nicht mehr alles anbieten“, sagt der Klinikverbund-Sprecher Matthias Schicht. Die einzelnen Häuser im Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf hätten sich deshalb spezialisiert, so sei das Augusta Krankenhaus in Oberrath auf Herz- und Gefäßchirurgie ausgerichtet. Ulrich Dominicus ist ehemaliger Prokurist der Holthausener Klinik, er erklärt: „Die Spezialisierung ist ein Qualitätsaspekt, so kommen mehr Patienten zu einem Krankenhaus, und so kann man es wirtschaftlicher betreiben.“ Dass ein Krankenhaus nur für Senioren ein gutes Modell sei, das beweise, dass nach und nach mehr Kliniken der Art eröffnet haben.

1977 eine der ersten geriatrischen Kliniken

Dabei war das Krankenhaus 1977 eine der ersten geriatrischen Kliniken Deutschlands. Zur Eröffnung hatte das Haus insgesamt 84 Betten im vollstationären Bereich und 24 Betten in der Tagesklinik. 2000 baute die Klinik seinen Schwerpunkt in der akut-geriatrischen Versorgung aus. Nach Holthausen kommen die Patienten oftmals, nachdem sie bereits in einem anderen Krankenhaus behandelt wurden – als Zwischenstation, zur Rehabilitationsklinik, zum Heim oder zum pflegegerechten Zuhause. 2002 kam die Abteilung für Gerontopsychiatrie und Gerontopsychotherapie dazu, nachdem das Krankenhaus in der Flurstraße schloss.

Ältere Menschen sind oft mehrfacherkrankt

„Ältere Menschen sind häufig mehrfacherkrankt“, berichtet Dominicus. Im Krankenhaus Elbroich könne man als ganzheitliches Versorgungskrankenhaus für ältere Menschen sowohl geriatrische als auch psychiatrische Erkrankungen umfassend behandeln. Und oftmals kommt das bei erkrankten Senioren zusammen: Die Angst vor einem erneuten Sturz nach der Hüft-OP, demenzerkrankte Personen, die zudem ein körperliches Leiden haben. Das Haus sei dementsprechend von Anfang an auf die speziellen Bedürfnisse von Senioren ausgerichtet gewesen. Es gibt ein Bewegungsbad, Physiotherapeuten arbeiten laut Dominicus eng mit Ergotherapeuten und Logopäden, also Sprachtherapeuten, zusammen. So könne beispielsweise ein Schlaganfallpatient umfassend betreut werden.

Wenn ein älterer Mensch akut erkrankt, da hilft im Krankenhaus der Sozialdienst weiter. „Die Kollegen nehmen schon früh Kontakt auf, und besprechen mit den Angehörigen, wie es weitergehen kann“, erklärt Dominicus. Keiner stünde alleine da: Der Sozialdienst unterstütze auch bei der Suche nach einem Heimplatz oder eben bei der Verlegung in eine Geriatrie.

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