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ÖDP gründet Stadtverband in Düsseldorf und tritt zur Wahl an

So warb die ÖDP im Europawahlkampf für sich.

So warb die ÖDP im Europawahlkampf für sich.

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Düsseldorf.  Die Ökologisch-Demokratische Partei hat nun einen Stadtverband in Düsseldorf gegründet. Die Partei will an der nächsten Kommunalwahl teilnehmen.

Die „Ökologisch-Demokratische Partei“ (ÖDP) hat am Mittwochabend einen Stadtverband für Düsseldorf gegründet. Vorsitzende wurde die Studentin Laura Pfeiffer aus Düsseldorf, Stellvertreter Frank Keil und Heiko Stötzel, der gleichzeitig Schatzmeister ist. Laut Beschluss plant die Partei, bei der Kommunalwahl am 13. September in Düsseldorf anzutreten.

Ob nur für den Stadtrat oder auch die Bezirksvertretungen, soll sondiert werden. „Dies gilt übrigens auch für eine mögliche Zusammenarbeit mit anderen Gruppierungen“, sagte Herbert-E. Einsiedler aus Meerbusch, Vorsitzender des Kreisverbandes Düsseldorf/Niederrhein, zu dem die ÖDP-Organisationen aus sieben Kreisen und kreisfreien Städte gehören.

Eine Kooperation wäre denkbar, wenn man nicht alle 41 Stadtrats-Wahlbezirke mit eigenen Kandidaten besetzen kann. So oder: „Wir wollen in Düsseldorf in den Stadtrat“, sagte Herbert-E. Einsiedler, der auch

stellvertretender Landesvorsitzender der ÖDP ist. Vor den notwendigen Unterstützungsunterschriften, die die ÖDP benötigt, hat er keine Angst: „Darin sind wir erprobt...“

Ob die Partei auch einen eigenen Oberbürgermeister-Kandidaten aufstellt, ist fraglich. „Ich möchte dem Stadtvorstand nicht vorgreifen, aber das wäre sportlich“, so Einsiedler. Jetzt hofft er erst einmal auf einen Mitglieder-Zuwachs: „Ich bin guten Mutes, dass wir einen ordentlichen Anteil von Stimmbezirken aus eigenem Antrieb besetzen können.“

Die ÖDP, die auch bei Landtags- und Bundestagswahlen antritt, hat einen eigenen Europaabgeordneten in Brüssel. Die Partei hat im vergleich zu den Grünen eine konservativere Ausrichtung, beispielsweise bei der Familienpolitik, ist in ihren ökologischen Zielen aber radikaler. Einsiedler: „Beim Umwelt- und Klimaschutz haben wir einen härteren Ansatz. Wir sind skeptisch, ob wir dieses harte Wachstum durchhalten, denn die Ressourcen sind endlich. Davon verbrauchen wir viel zu viel.“

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