Wirtschaft

Sparkasse in Monheim feiert 100-Jähriges

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Monheim. Die Sparkasse in Monheim wurde im Mai 1910 gegründet. Jetzt feiert das Geldinstitut sein Jubiläum mit einer Ausstellung über die Firmengeschichte.

Der Mann in der Jeansjacke muss sich seinen Weg zum Bankschalter heute durch eine dichte Menge von Herren im dunklen Anzug bahnen. In der Geschäftsstelle Krischerstraße haben große Infowände, ein Glücksrad und ganz viele Luftballons den Platz im Kassenraum eingenommen.

Die Sparkasse in Monheim feiert ihr 100-jähriges Jubiläum. „Wir sind die Marktführer“, freut sich Filialdirektor Roland Schwind, „und wir bleiben bei unserer ganz klaren Ausrichtung auf Monheim.“

Zur Jubelfeier haben Schwind und sein Team mit Hilfe von Stadtarchivar Michael Hohmeier alte Dokumente und Fotos hervor geholt. Zeitungsberichte über Wechsel in der Leitung sind in der kleinen Ausstellung ebenso zu sehen wie Bilder von Bankräumen im Wandel der Jahrzehnte: Gummibäume in sechseckigen Kübeln lockern den Schick der 70er Jahre auf.

Die ersten Räume der damaligen Amtssparkasse waren im Mai 1910 im Haus Saur an der Alten Schulstraße eingerichtet. Eine Bank in einem Zimmer zur Untermiete, mit einer eisernen Kassette für Münzen und Geldscheine. „Daran sieht man, wie sich die Vorstellungen über die sichere Aufbewahrung von Geld bis heute gewandelt haben“, erklärt Schwind schmunzelnd. Sein erster Vorgänger Theodor Saur nannte sich „Rendant“ - das war eine Bezeichnung für einen Beamten im gemeindlichen Rechnungswesen.

Gegründet als Bank für Nichtkaufleute

Bei ihrer Gründung waren die Sparkassen eine soziale Errungenschaft. Damals gab es vor allem Handelsbanken, die den Kaufleuten ermöglichten, ihre Waren zu bezahlen. Die kommunalen Geldinstitute boten erstmals weniger betuchten Bürgern die Möglichkeit zu Bankgeschäften.

In der Folgezeit durchlebte die Bank wie die Stadt, zu der sie gehört, eine Vielzahl von Wechselfällen. Die Inflation nach dem zweiten Weltkrieg und das Wirtschaftswunder der 50er Jahre sind zu nennen. Den ersten Geldautomaten stellte die Sparkasse 1984 in der Gänselieselstadt auf.

Am 1. Juli 2002 fusionierte die Sparkasse Monheim mit der Stadtsparkasse Düsseldorf. Die Düsseldorfer zahlen seit dem einen festen Teil ihrer Gewerbesteuern an die Stadt Monheim.

Es sei keine Stellenreduzierung mit der Verschmelzung verbunden gewesen, so Schwind stolz. „Wir haben die Zahl unserer Mitarbeiter stabil gehalten“, betont der seit 1976 in der Monheimer Sparkasse tätige Filialleiter. In der Beratung seien mehr Angestellte beschäftigt, als zuvor.

Besonders wichtig ist Schwind die Förderaktivität der Bank für die Stadt. Seit der Fusion engagiere sich die Stiftung Monheim der Sparkasse für kulturelle, soziale und sportliche Belange.

Die Ausstellung „100 Jahre Sparkasse in Monheim am Rhein“ ist noch bis zum 14. Juni während der Kassenstunden in allen Filialen in Monheim (Krischerstraße 7, Hauptstraße 76 und Heinestraße 14) zu sehen. Mit dem Glücksrad werden attraktive Preise wie eine Musik-Anlage, ein Navigationsgerät und eine Wii-Spielstation verlost.

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