Städtischer Musikverein feiert 200. Geburtstag

Er war einer der ersten in Deutschland – der Musikverein Düsseldorf, den musikbegeisterte Bürger 1818 gründeten, nur sechs Jahre nach dem Wiener Musikverein. Und wie es sich zum 200. Geburtstag für den Städtischen Musikverein (so heißt er heute) gehört, gab es keine Big Party. Sondern nach einer Lobrede auf vorbildliches bürgerschaftliches Engagement von Oberbürgermeister Thomas Geisel und einer Dankesrede des Vorsitzenden Manfred Hill demonstrierte die große Besetzung des „Laienchors mit professionellem Anstich“ – wie ihn einige Groß-Dirigenten in den 1980und 90er Jahren lobten – ihre ungebrochene Qualität.

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Er war einer der ersten in Deutschland – der Musikverein Düsseldorf, den musikbegeisterte Bürger 1818 gründeten, nur sechs Jahre nach dem Wiener Musikverein. Und wie es sich zum 200. Geburtstag für den Städtischen Musikverein (so heißt er heute) gehört, gab es keine Big Party. Sondern nach einer Lobrede auf vorbildliches bürgerschaftliches Engagement von Oberbürgermeister Thomas Geisel und einer Dankesrede des Vorsitzenden Manfred Hill demonstrierte die große Besetzung des „Laienchors mit professionellem Anstich“ – wie ihn einige Groß-Dirigenten in den 1980und 90er Jahren lobten – ihre ungebrochene Qualität.

Bei einem festlichen Konzert in der vollbesetzten Tonhalle entfalteten die knapp 130 Sänger (90 Frauen und 40 Männer) beeindruckendes Klang-Volumen. Gleichzeitig stellten sie unter der Leitung von GMD Axel Kober unter Beweis, dass ein so großer Chor auch zu Feinschliff, schwebenden Akkorden und zu metaphysischer Transparenz fähig ist.

Zusammen mit vier Solisten und den Symphonikern glänzte der Musikverein mit dem protestantischen „Paulus“-Oratorium nach Worten der Heiligen Schrift von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Der romantische Tondichter hatte es 1836 – in der Zeit, als er Chefdirigent in Düsseldorf war – mit dem Musikverein aus der Taufe gehoben. Ein Opus Magnum, das in seiner Anlage stark an die Passionen von Johann Sebastian Bach erinnert – besonders in den Passagen, in denen der Apostel Paulus spricht (Bass-Bariton Michael Nagy) und in den Chorälen, wie „Allein Gott in der Höh“. Applaus und Jubel am Ende der knapp drei Stunden-Oratoriums waren groß.

Unter die Gratulanten reihten sich auch Patrick Schwarz-Schütte (Tonhallen-Freundeskreis) und Musik-Mäzen Udo van Meeteren ein. Letzterer finanzierte etwa den Druck des informativen Fest-Katalogs „Musik vereint“, den Konzertbesucher gratis mitnehmen konnten. In dem Digitalen Info-Center mit reichhaltigem Foto- und Ton-Material (im Grünen Gewölbe) erfahren Musikinteressierte Wissenswertes über die glorreiche Geschichte des Vereins und seine neuen Projekte.

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