Gesundheit

Uni-Klinikum halbiert Jahresdefizit

„Unser Ziel bleibt es, in wenigen Jahren wieder eine schwarze Null vorzuweisen“, erklärt UKD-Vorsitzender Dr.Klaus Höffken.

„Unser Ziel bleibt es, in wenigen Jahren wieder eine schwarze Null vorzuweisen“, erklärt UKD-Vorsitzender Dr.Klaus Höffken.

Foto: Oliver Berg

Düsseldorf.  Das Klinikum verzeichnete 2016 ein Minus von 8,4 Millionen Euro – derzeit wird in neue Gebäude und bessere Ausstattung investiert.

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Das Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) hat einen enormen Schritt in seinem Sanierungsprozess geschafft: Im Jahr 2016 konnte das Jahresergebnis in Höhe von minus 8,4 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr nahezu halbiert werden. Das Jahr 2015 hatte das Universitätsklinikum noch mit einem Minus von rund 16,4 Millionen Euro abgeschlossen.

„Wir sind zuversichtlich, dass wir diesen Trend auch in den kommenden Jahren fortsetzen können. Unser Ziel bleibt es, in wenigen Jahren wieder eine schwarze Null vorzuweisen“, erklärt Dr. Klaus Höffken, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor des Klinikums. Ende Mai hatte der UKD-Aufsichtsrat das geprüfte Jahresergebnis genehmigt.

Investitionen fließen in Digitalisierung und Ausstattung

„Wir haben im letzten Jahr sehr viel verändert und arbeiten momentan hart daran, diese Entwicklung durch weitere Struktur- und Prozessverbesserungen zu festigen. Dabei ist jedoch auch wichtig, weiterhin in eine moderne Ausstattung, Technik, in Digitalisierung sowie in qualifiziertes Personal zu investieren“, ergänzt Ekkehard Zimmer, Kaufmännischer Direktor und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des UKD.

„Wichtige Bausteine für die weitere Entwicklung sind auch die Maßnahmen im Pflege- und Funktionsdienst, die wir konsequent weiterführen. Das betrifft natürlich die praxisnahe Ausbildung, die Rekrutierung neuer Mitarbeiter, aber auch Maßnahmen zur Bindung an unser Klinikum“, sagt Torsten Rantzsch, Pflegedirektor des UKD.

Klinikum versorgte 2016 rund 270 000 Patienten

So ist etwa die Anzahl der am Klinikum versorgten Patienten 2016 angestiegen. Rund 50 400 Patienten wurden 2016 stationär behandelt, was einem Anstieg von drei Prozent entspricht. Deutlich stärker noch zeigte sich die Entwicklung bei den Patienten, die ambulant an der Uniklinik versorgt wurden: Deren Anzahl lag 2016 bei rund 270 000, ein Jahr zuvor waren es noch 255 000. „Das zeigt sehr klar, welchen Stellenwert unser Klinikum inzwischen auch auf diesem Gebiet der medizinischen Versorgung der Bevölkerung einnimmt, gerade bei komplexeren Erkrankungen“, so Höffken.

Zudem gibt es derzeit zahlreiche großflächige Baustellen auf dem Campus des UKD im Süden Düsseldorfs: Alleine im Rahmen des Medizinischen Modernisierungsprogramms des Landes NRW werden bis 2020 14 Baumaßnahmen mit einem Volumen von 338 Millionen Euro realisiert. Darunter etwa zwei neue Medizinische Forschungszentren, der Neubau der Haut- und Augenklinik, sowie der Aufbau einer autarken Kälteversorgung.

6000 Personen sind am Klinikum beschäftigt

Erst Ende April war der Grundstein für das Forschungszentrum I direkt auf dem Gelände des Klinikums gelegt worden. Es zählt mit rund 80 Millionen Euro zu den größten Neubauprojekten in der NRW-Forschungslandschaft. „Wir können dadurch unser Profil in Zukunft weiter schärfen und exzellente Arbeitsbedingungen für junge Wissenschaftler bieten. Das ist eine Investition in die Zukunft “, sagt Dr. Nikolaj Klöcker, Dekan der Medizinischen Fakultät.

Weiterhin wird eine Aufstockung des jetzigen Parkhauses erfolgen. Ergänzend wird der Bau eines zweiten Parkhauses geprüft. Auch die Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf werden verbessert: So geht noch in diesem Jahr eine zweite Kindertagesstätte auf dem Gelände des Klinikums in Betrieb. „Auch diese Maßnahme ist ein Baustein für das Fundament einer modernen Universitätsmedizin“, so Zimmer. Zählt man voll- und teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter sowie Auszubildende zusammen, arbeiten im Durchschnitt insgesamt fast 6000 Personen am UKD.

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