Ermittlungen

Hakenkreuz-Schmierereien während der Holocaust-Gedenkstunde

Beamte des Staatsschutzes waren am Sonntag vor Ort, die Ermittlungen laufen bereits.

Beamte des Staatsschutzes waren am Sonntag vor Ort, die Ermittlungen laufen bereits.

Foto: Friso Gentsch

Düsseldorf.   Am Holocaust-Gedenktag wurde in Düsseldorf das Außenschild des Landesverbandes der Deutschen Sinti und Roma mit einem Hakenkreuz beschmiert.

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Der Staatsschutz ermittelt aktuell wegen einer Straftat, die sich am Sonntagnachmittag während des Gedenktages an die Opfer des Holocaust ereignete. Zwischen 17 und 21 Uhr wurde das Außenschild des NRW-Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma an der Kölner Straße mit einem großen Hakenkreuz beschmiert. Der Angriff wurde während der gemeinsamen Veranstaltung der Stadt Düsseldorf, des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma und zahlreicher anderer Kooperationspartner im Maxhaus verübt. Das silberne Außenschild des Verbandes an der Kölner Straße sei mit einem dicken Eddingstift beschmiert worden, so ein Mitarbeiter zur NRZ. Beamte des Staatsschutzes waren am Sonntag vor Ort, die Ermittlungen laufen bereits.

Mehr als 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich während der Veranstaltungen in Derendorf an der Mahn- und Gedenkstätte und im Maxhaus in der Altstadt gegen Worte und Zeichen des Hasses gestellt. Sie zeigten, dass die Erinnerung an die Vergangenheit dazu verholfen hat, Demokratie, Wachsamkeit und Solidarität in unserer Gesellschaft zu verankern und zu stärken.

Volksverhetzender Angriff

Oberbürgermeister Thomas Geisel und Dr. Oded Horowitz, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, hatten zunächst gegen 16 Uhr Kränze am Mahnmal am ehemaligen Güterbahnhof Derendorf niedergelegt und Worte des Gedenkens gesprochen. Im Anschluss hielt im Maxhaus neben OB Geisel auch Roman Franz, Vorsitzender des Landesverbands der Sinti und Roma, sowie Herbert Rubinstein von der Jüdischen Gemeinde Gedenkreden.

Der Landesverband der Sinti und Roma sieht diese Tat „als volksverhetzenden Angriff gegen Sinti und Roma an und als eine bewusste Verhöhnung der Opfer der nationalsozialistischen Völkermordverbrechen“, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes.

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