Voller Erfolg für Flüchtlingsprojekt

„Wenn man eine neue Maschine kauft, muss man wissen, wie sie funktioniert. Nun weiß ich, wie Deutschland funktioniert.“ Dieses Resümee zog einer der Flüchtlinge, der an dem Modellprojekt „BASiS“ teilgenommen hat. „BASiS“ steht für Bildung, Anleitung und Stärkung interkultureller Sozialkompetenzen und wurde von Majd Al Mikati und Michaela Rosenbaum entwickelt. Die Frauen sind Mitarbeiterinnen der Integrationsagentur des AWO-Bezirks Niederrhein, zu dem auch die Stelle an der Liststraße 2 in Düsseldorf gehört.

„Wenn man eine neue Maschine kauft, muss man wissen, wie sie funktioniert. Nun weiß ich, wie Deutschland funktioniert.“ Dieses Resümee zog einer der Flüchtlinge, der an dem Modellprojekt „BASiS“ teilgenommen hat. „BASiS“ steht für Bildung, Anleitung und Stärkung interkultureller Sozialkompetenzen und wurde von Majd Al Mikati und Michaela Rosenbaum entwickelt. Die Frauen sind Mitarbeiterinnen der Integrationsagentur des AWO-Bezirks Niederrhein, zu dem auch die Stelle an der Liststraße 2 in Düsseldorf gehört.

15 Flüchtlinge aus Syrien haben nun in den Räumen der Integrationsagentur in Düsseldorf erstmalig an diesem Projekt teilgenommen. Bei der abschließenden Zertifikatsübergabe zeigten sich alle Teilnehmenden überaus begeistert von dem, was sie während des Kurses über ihre neue Heimat Deutschland gelernt haben. „Vorher lebten wir in der Dunkelheit, jetzt haben wir unsere neue Heimat akzeptiert und lieben gelernt“, so einer der Teilnehmenden. Der Kurs habe seine Erwartungen weit übertroffen, er könne nur jedem Flüchtling empfehlen, daran teilzunehmen, so der Mann weiter.

Das Programm richtet sich an Geflüchtete, die sich gezielt auf das Leben in Deutschland vorbereiten und sich mit dem Wertesystem auseinandersetzen wollen. Der Kursus fand zwei Mal wöchentlich statt und beinhaltete sechs Module mit jeweils fünf Einheiten à drei Zeitstunden, so dass die Teilnehmenden in insgesamt 120 Stunden an die deutsche Kultur und geltende Werte und Normen herangeführt wurden. Die Unterrichtsinhalte reichten von "Demokratie erleben“, über “Menschenwürde und -rechte‘“ bis hin zu “Glaubens- und Meinungsfreiheit“. Auch Fragen zu “Partnerschaft, Sexualität und Schwangerschaft“ wurden während des Kurses behandelt. Damit diese Wertevermittlung auch gelingen konnte, fand der Kurs in Arabisch statt.

Geleitet wurde das Programm von Khadija Knothe und EL Houssin Hrmich, Dozenten marokkanischer Herkunft, die mit viel Herz, Einfühlungsvermögen und Fachwissen bei der Sache waren. „Nur wenn die Flüchtlinge spüren und verstehen, dass wir sie akzeptieren und ernst nehmen, finden wir Zugang zu ihnen und können ihnen zeigen, wie das Leben in Deutschland funktioniert und welche Werte hier gelten“, so Tatjana Borger. Die Mitarbeiterin der Integrationsagentur der AWO Düsseldorf hat die Umsetzung des BASiS-Projekts vorbereitet und begleitet.

Ein Abschlussgespräch zeigte, dass der Kurs für alle Teilnehmenden ein voller Erfolg war: Alle waren entspannt, es wurde viel gelacht, die Kursteilnehmer – unter ihnen auch eine Frau – waren glücklich und dankbar, dass sie so viele wertvolle Informationen über ihre neue Heimat bekommen haben. „In Syrien haben wir immer geschwiegen. Das hat unser Land kaputt gemacht. Jetzt können und wollen wir reden“, so ein Teilnehmer abschließend.

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