Musik

Wie Musiker auf YouTube die Stadt Düsseldorf besingen

Achim Schütz veröffentlicht seine Musik über YouTube.

Achim Schütz veröffentlicht seine Musik über YouTube.

Foto: Achim Schütz

Düsseldorf.   Musiker nutzen das Internetportal YouTube, um Songs über ihre Heimat zu verbreiten. Vorbild sind da auch schon mal die Kölner.

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Städte werden immer wieder besungen. Düsseldorf ist da keine Ausnahme. Die NRW-Landeshauptstadt inspiriert bekannte und unbekannte Musiker dazu, ihre Heimatliebe in Noten- und Textform Ausdruck zu verleihen – und das in jedem Genre. Beliebte Plattform, um die Songs zu verbreiten ist dabei die Plattform YouTube. Dort taucht zum Beispiel der Song „In Düsseldorf“ von Achim Schütz auf.

Die „Essenz der Stadt einfangen“

„Das ist meine Liebeserklärung an die Stadt“, so Schütz, der seit 1990 in Düsseldorf lebt. Das Lied hat zwei Jahre gebraucht, bis es samt Video fertig war, Schütz wollte es perfekt haben. „Ich wollte die Essenz der Stadt einfangen und es den Menschen hier auf den Leib schreiben.“ Und das ist ihm gelungen. Der Song wird vermutlich sein einziges Lied über die Stadt bleiben. „Damit habe ich ihr ein musikalisches Denkmal gesetzt.“ Sein Song hat rund 20 000 Aufrufe im Internet.

Schütz ist jedoch nicht der einzige. Auch BlackJackStone widmen sich unter anderem in ihren Songs „Freie Fahrt“ und „Die Götter wohnen im Himmel“ der Landeshauptstadt. Der 63-jährige Peter Steinmann, der die Texte schreibt, macht seit 40 Jahren Musik. Für den Elleraner ist es eine Selbstverständlichkeit, Songs über die Heimat zu schreiben. „Eller allein ist das schönste Städtchen, aber auch in Düsseldorf gibt es viele schöne Orte zu entdecken.“ Der Makel: „Es gibt zu wenig Songs über die Menschen hier, über die Stadtteile, das können die Kölner wunderbar – sich besingen.“

Über Düsseldorf als Blumentopf

Enkelson. singt ebenfalls über die Stadt. 2017 erlangte der charismatische Sänger durch seinen Song „Düsseldorf, mein Blumentopf“ größere Bekanntheit. André Degiorgio, wie er mit bürgerlichen Namen heißt, sieht sich jedoch nicht als Heimatsänger, sondern drückt seine Liebe als klassischer Singer/Songwriter aus.

Für Philipp Maiburg, Macher des Düsseldorfer Open Source-Festivals und Initiator von „Postpost“ sowie frührer selbst Musiker in der Band „Phoneheads“ sind die Düsseldorf-Songs kein neuer Trend. „Das gab es schon immer“, so Maiburg. Auch in Bezug auf Düsseldorf haben sich schon früher Musiker der Stadt gewidmet. Allen voran La Düsseldorf mit dem Song „Düsseldorf“, einer von Maiburgs persönlichen Favoriten. „Das Lied zeigt die Kontraste auf, die bis heute noch Relevanz haben“, so Maiburg weiter.

Kein Fan von positiven, lockeren Popsongs

Dass aber gerade auch in der jüngsten Zeit immer wieder neue Düsseldorf-Songs auf Videoplattformen wie YouTube auftauchen, erklärt Maiburg so: „Heutzutage können die Künstler ihre Videos selbst produzieren, es wird ihnen leichter gemacht.“ Dabei entstünden positive, lockere Popsongs, ein Phänomen, dass in Deutschland momentan weit verbreitet sei, so Maiburg weiter. Er selbst allerdings ist kein allzu großer Fan solcher Heimatlieder. „Mich interessiert mehr der kritische Blick, der fehlt mir bei aller Liebe zum Rhein.“

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