Kinderschutzbund

Ein Pluspunkt für Duisburger Mütter

15 000 Euro für den Kinderschutzbund statt Weihnachtsgeschenke für die Kunden: Ulrike Warnecke, leitende Direktorin des Unternehmens PCC (l.), überreichte Gerhild Tobergte, Leiterin des Duisburger Kinderschutzbundes, den Scheck.

15 000 Euro für den Kinderschutzbund statt Weihnachtsgeschenke für die Kunden: Ulrike Warnecke, leitende Direktorin des Unternehmens PCC (l.), überreichte Gerhild Tobergte, Leiterin des Duisburger Kinderschutzbundes, den Scheck.

Duisburg.   Dank einer Spende des Unternehmens PCC in Höhe von 15 000 Euro kann der Kinderschutzbund die Anlaufstelle für junge Frauen ein weiteres Jahr öffnen

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Die junge Mutter hatte drei Kinder. 5, 6 und 7 Jahre alt. Ihr Berufswunsch: Hebamme. „Sie war aber alleinerziehend. Ich habe ihr versucht zu erklären, dass Hebamme dann vielleicht nicht der richtige Beruf ist. Denn Kinder kommen nun mal nicht nach der Uhr auf die Welt. Und wenn sie dann ein Betreuungsproblem hat, wird es schwierig“, erzählt Nicole Riemer. Die Leiterin von „Pluspunkt DU“, einer Anlaufstelle für Kinder, die der Kinderschutzbund vor gut einem Jahr für junge Frauen und Mütter eingerichtet hat, muss auch mal unbequeme Wahrheiten aussprechen. „Wir wollen den jungen Frauen ja helfen, in eine Ausbildung zu kommen und sie dann auch durchzuhalten. Aber man muss auch mal sagen, das geht so nicht.“

Hilfe bei der Bewerbung

Etwa 20 Frauen hat Nicole Riemer bislang betreut. Frauen, die „für Maßnahmen vom Jobcenter zu weit unten sind“, erklärt Gerhild Tobergte, Leiterin des Kinderschutzbundes in Duisburg. Ziel von „Pluspunkt DU“ ist es, junge Frauen und Mütter in ein Praktikum oder eine Ausbildung zu vermitteln, sie bei der Bewerbung zu unterstützen und im beruflichen Alltag zu begleiten.

Dank einer Spende des international tätigen Unternehmens PCC, das seinen Sitz in Duisburg hat, kann die Anlaufstelle an der Johanniterstraße auch im kommenden Jahr öffnen. Einen Scheck über 15 000 Euro überreichte jetzt die geschäftsführende Direktorin Ulrike Warnecke. Sie erklärt: „Uns war es wichtig, ein Projekt in Duisburg zu unterstützen und eines, bei dem wir wissen, wofür konkret das Geld eingesetzt wird.“ Geld, dass aus dem Budget für Weihnachtsgeschenke an Firmenkunden fließt. „Wir dachten, es ist besser, zu spenden, als Lebkuchenkisten zu verschicken, die unsere Kunden gar nicht brauchen.“ Statt Süßem bekommen die Firmen diesmal nur eine Weihnachtskarte.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich PCC in Duisburg engagiert. So ist das Unternehmen, das in den Bereichen Chemie, Logistik und Energie aktiv ist, auch Hauptsponsor des Oberligisten VfB Homberg. Ulrike Warnecke weiß, wie schwierig es junge Mütter im Berufsalltag haben. „Wir haben einige beschäftigt“, sagt sie.

Nicole Riemer weiß, wie „kleinschrittig und zeitintensiv“ die Betreuung ist: „Bis zur Bewerbungsmappe können schon mal zwei Monate und einige Gespräche vergehen.“ Umso schöner ist es dann, „wenn der Erfolg kommt“, sagt sie und denkt an eine junge Frau, die noch in diesem Jahr ihre Ausbildung zur Bürokauffrau anfängt.

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