Kriminalität

Mord: Täter stellte sich der Polizei

Foto: WAZ FotoPool

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Nach der Schießerei in Hochfeld am Donnerstag, bei der ein 32-Jähriger ums Leben kam, stellte sich am Freitagnachmittag der dringend tatverdächtige Timur Akbulut (31) der Polizei auf einer Wache in Duisburg.

Akbulut wird verdächtigt, am Donnerstagabend gegen 20.30 Uhr einem 32-jährigen Duisburger auf der Charlottenstraße in den Kopf geschossen zu haben. Mit dem sofort von Zeugen alarmierten Notarztwagen kam der Schwerverletzte ins Krankenhaus, verstarb dort jedoch. Sowohl der Tatverdächtige als auch das Opfer sind vorbestraft. Die Polizei spricht von einer Beziehungstat.

Hintergrund für die Tat ist laut Polizei die Rivalität zweier Männer um eine junge Frau. Doch auch der wieder aufgeflammte Rockerkrieg zwischen den rivalisierenden Bandidos und den Hells Angels könnte eine Rolle spielen. Denn Timur Akbulut präsentiert in seinem Profil bei „Netlog” im Internet Hells Angels als seine Freunde. Außerdem war er als Freefighter beim Euro-Run 2008 dabei, einer Hells Angels-Veranstaltung. Die Bandidos Duisburg haben an der Charlottenstraße ihr Vereinslokal. Das Opfer soll Club-Mitglied des Chapters Oberhausen gewesen sein. Auf der Internetpräsenz der Bandidos kondolierten viele Mitglieder aus dem In- und Ausland zum Verlust von „Bruder Ashley”.

Den Ermittlungen zufolge hatte sich Timur Akbulut mit seiner Ex-Freundin, die nun mit dem späteren Opfer liiert war, in einer Pizzeria in der Nähe des Tatorts getroffen, weil die Frau ihm seine Wohnungsschlüssel wiedergeben wollte. Nachdem das erledigt war, fuhr Timur Akbulut mit einem weiteren Mann in seinem Mercedes die Charlottenstraße entlang und traf auf das Opfer. Er hielt an, wechselte ein paar Worte, die wohl nicht freundlich ausfielen. Nach Polizeierkenntnissen schoss Timur Akbulut, der hinter dem Steuer saß, auf den Mann, der mit einem Kopfschuss zusammenbrach. Der Mercedes raste laut Zeugenaussagen in Richtung A 40 davon.

Die Staatsanwaltschaft hat für Timur Akbulut Haftbefehl wegen Mordes beantragt.

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