Es ist der dritte sexuelle Übergriff binnen weniger Wochen auf Frauen in Essen-Stadtwald und -Bredeney: Am Abend des Rosenmontags hat ein etwa 50 Jahre alter Unbekannter eine Fußgängerin an der Ecke Frankenstraße/Berenberger Mark angegriffen, mit einem Messer bedroht und in den dortigen Wald gezerrt. Möglicherweise handelt es sich um ein und denselben Täter.
Durch heftige Gegenwehr konnte sich das Opfer befreien: Die etwa 40-Jährige, deren genaues Alter die Polizei aus Schutzgründen nicht nennt, schlug mit einem Regenschirm auf den Angreifer ein und sprühte im Verteidigungsspray ins Gesicht. Um Hilfe rufend rannte die Frau zu einem nahen Wohnhaus, wo sie sich dank einer Anwohnerin in Sicherheit bringen konnte.
Spürhunde und Polizeihubschrauber im Einsatz
Alarmierte Polizisten suchten kurze Zeit später mit einem Hubschrauber und Spürhunden nach dem Sextäter. Die Fahndung blieb jedoch ohne Erfolg. „Dem Tatgeschehen nach geht die Polizei von einem versuchten Sexualdelikt aus“, berichtete Polizeisprecher Peter Elke am Dienstag. Die Kripo prüft nun mögliche Parallelen zu zwei weiteren Sexualdelikten, bei denen Frauen im Dezember 2018 im Bereich des Stadtwalds attackiert wurden. Die Polizei machte damals nur einen Fall öffentlich.
Im aktuellen Fall flüchtete der Mann mit großer Wahrscheinlichkeit über den Gehweg der Frankenstraße in Richtung Stadtwaldplatz. Von dort könnte er seine Flucht mit einem Fahrzeug oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortgesetzt haben.
Polizei schließt weitere mögliche Opfer nicht aus
Er soll etwa 50 Jahre alt, zirka 1,70 Meter groß und von kräftiger Statur sein. Zur Tatzeit war er dunkel bekleidet, trug eine schwarze Mütze und eine schwarze Jacke. Aufgrund des eingesetzten Reizgases könnten seine Augen noch einige Stunden gerötet gewesen sein.
Zum Zeitpunkt des Angriffs sollen einige Fahrzeuge den Bereich passiert haben. Die Fahrer, Anwohner, aber auch Frauen, die Ziel eines ähnlichen Angriffes wurden, bislang aber keine Meldung bei der Polizei machten, werden dringend gebeten, sich unter der zentralen Rufnummer der Polizei 0201/829-0 zu melden. (j.m.)


