Sicherheit

Die Polizei rüstet sich für den Jahreswechsel in Essen

Rund um den Essener Hauptbahnhof und in der Innenstadt wird an Silvester viel Polizei zu sehen sein.

Rund um den Essener Hauptbahnhof und in der Innenstadt wird an Silvester viel Polizei zu sehen sein.

Foto: Kerstin Kokoska

essen.   Am Hauptbahnhof verdreifacht die Bundespolizei ihre Kräfte-Zahl und fährt viel Technik auf. Landespolizei hat doppelt so viele Beamte im Einsatz.

Auch wenn der vergangene Jahreswechsel in Essen ohne größere Zwischenfälle über die Bühne ging, haben die Behörden für das bevorstehende Silvester erneut ein verschärftes Sicherheitsprogramm aufgelegt: Bundes- und Landespolizei werden mit zwei bis drei Mal so vielen Kräften im Einsatz sein wie an normalen Tagen.

Beamte mit Körperkameras und quietschegelben Westen, die im Dunkeln auffallen, mobile Lichtmasten, um das Umfeld des Hauptbahnhofs taghell ausleuchten zu können, und hochauflösende Kameras, mit denen Beamte an Monitoren das Treiben an Essens größtem Verkehrsknotenpunkt ständig im Blick haben – die Bundespolizei verdreifacht nicht nur ihre Kräfte, sondern fährt auch in technischer Hinsicht so einiges auf, kündigte Volker Stall, Sprecher der für Essen zuständigen Dortmunder Inspektion, an: „Wir werden an Silvester ständig Präsenz zeigen.“

Bundespolizei hält reisende Männergruppen im Blick

Für Sicherheit werden neben zivilen Kräften auch Diensthundeführer mit ihren Vierbeinern und zusätzliche Beamte in den Zügen sorgen, die reisende Männergruppen im Blick behalten und Lagemeldungen an ihre Kollegen in den Zielbahnhöfen durchgeben. „So wollen wir frühestmöglich erkennen, wer wo unterwegs ist“, sagt Stall. Sollten sich im Hauptbahnhof größere Gruppen ohne erkennbare Reiseabsichten aufhalten, werden sie von der Bundespolizei des Platzes verwiesen.

„Wir sind gut auf den Jahreswechsel vorbereitet“, versichert der Bundespolizeisprecher – wissend, dass sich nicht alle Körperverletzungs- und Eigentumsdelikte durch das deutlich stärkere Polizeiaufgebot verhindern lassen werden.

Ein Zwölfjähriger hat schwere Verbrennungen erlitten

Bei der Essener Polizei werden etwa doppelt so viele Kräfte zum Silvester-Einsatz verpflichtet als sonst im Tagesgeschäft üblich, kündigte Polizeisprecher Christoph Wickhorst an. Auch Teile der Bereitschaftspolizei sind mit im Boot und die Kripo-Mannschaft wurde aufgestockt, vor allem, um möglichst schnell die Ermittlungen aufnehmen zu können, wenn Feuerwerks-Querschläger Brände entfachen oder Menschen verletzen, so wie es im vergangenen Jahr häufiger der Fall war. Um kurz nach Mitternacht hatte ein Junge (12) durch eine horizontal zündende Rakete schwere Verbrennungen erlitten. Wenig später stand ein Balkon am Butzweg in Bochold in Flammen.

Vorsorglich kündigte Wickhorst an: Die Null-Toleranz-Strategie der Essener Behörde gegen Störer und Straftäter endet nicht mit Ablauf des Jahres 2018.

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