Geschichte

Ein Gespräch über 1700 Jahre jüdisches Leben am Niederrhein

| Lesedauer: 2 Minuten
Elisabeth Schell, Pfarrerin der Evangelischen Kirche in Kleve.

Elisabeth Schell, Pfarrerin der Evangelischen Kirche in Kleve.

Foto: Andreas Gebbink / NRZ

Kleve.  Initiatoren in Kleve möchten Begegnung ermöglichen. Dies ist Ziel eines Gesprächsabends „Jüdisches Leben in Deutschland – vielfältig und lebendig“.

Ins Gespräch miteinander kommen, statt nur übereinander zu reden – das ist das Ziel eines Gesprächsabends zum Thema „Jüdisches Leben in Deutschland – vielfältig und lebendig“, zu dem sich die evangelische Pfarrerin Rahel Schaller und Kaliana Asare vom Verein „Haus der Begegnung – Beth HaMifgash“ in Kleve treffen. Das Gespräch, das am Mittwoch, 28. April, ab 20 Uhr per Livestream im Internet übertragen wird, ist die Auftaktveranstaltung zu vielen Angeboten. Mit diesen wird in Kleve das Festjahr „2021 – 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“ gefeiert.

Der Gesprächsabend wird von der Klever Pfarrerin Elisabeth Schell moderiert

In der Schwanenstadt werden die Veranstaltungen gemeinsam von der Evangelischen Kirchengemeinde, den katholischen Pfarreien St. Mariä Himmelfahrt, St. Willibrord und Zur Heiligen Familie sowie dem Verein „Beth HaMifgash“ organisiert. Neben dem Gesprächsabend sind – immer abhängig von der aktuellen Corona-Lage – noch ein Kinoabend, ein Spaziergang durch die Stadt, eine gemeinsame Schabbat-Feier und verschiedene Aktionen rund um die Grundsteinlegung zum „Haus Mifgash“ geplant. Die Termine der jeweiligen Angebote werden über die beteiligten Organisatoren mitgeteilt.

Der Gesprächsabend wird von der Klever Pfarrerin Elisabeth Schell moderiert: „Uns war es wichtig, ein lebendiges Gespräch anzubieten“, erklärt sie. „Wir möchten erfahren, wie das heutige, praktizierte jüdische Leben in Deutschland aussieht, und es ist wichtig, auch in Kleve und Umgebung darauf aufmerksam zu machen“, wie sie betont. Kaliana Asare wird berichten können, welche Hindernisse dabei zu überwinden sind. Sie erklärt: „Früher gab es in jedem Ort eine jüdische Gemeinde. Sie wurden durch die Shoa im Zweiten Weltkrieg ausgelöscht. Heute leben nur einzelne jüdische Menschen am Niederrhein, die nächsten Gemeinden sind in Krefeld und Oberhausen.“

Kaplan Christoph Hendrix wird während des Gesprächs die Fragen des Online-Publikums weitergeben

Doch auch in Kleve hatte sie schon Gelegenheit, gemeinsame Feste zu feiern, zum Beispiel mit Studentinnen und Studenten der Hochschule Rhein-Waal. Kaplan Christoph Hendrix wird während des Gesprächs, an dem man über die Plattform „Teams“ teilnehmen kann, Fragen des Online-Publikums weitergeben.

Zur Teilnahme ist eine Anmeldung über m.ruebo@kisters-stiftung.de notwendig.

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