Klimaschutz

Kamp-Lintforter Grüne: Beim Neubau mehr aufs Klima achten

Auch auf dem ehemaligen Zechengelände werden demnächst neue Wohneinheiten gebaut.

Auch auf dem ehemaligen Zechengelände werden demnächst neue Wohneinheiten gebaut.

Foto: Arnulf Stoffel / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  In Kamp-Lintfort stehen viele Neubauprojekte an. Die Grünen fordern unter anderem, Ladeinfrastruktur und Fahrradabstellplätze einzuplanen.

Mit einem Sechs-Punkte-Katalog wollen die Grünen in Kamp-Lintfort bei allen neu geplanten Bauvorhaben erreichen, dass diese Projekte mit Blick auf eine schnellere Energie- und Verkehrswende, nachhaltigerem Wohnen und einer Erhöhung der Klimaresilienz ausgerichtet werden. Der entsprechende Antrag ist Thema in der kommenden öffentlichen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstag, 30. November. Das sind (in gekürzter Form) die Forderungen der Grünen:

1. Bei Mehrfamilienhäusern sollen überdachte, barrierefreie Fahrradabstellplätze mit sogenannten Anlehnbügeln geschaffen werden. Die Fahrradstellplätze sollen beleuchtet sein. Die Fläche je Stellplatz soll mindestens 1,5 Quadratmeter betragen.

2. Auf Parkplätzen und in Tiefgaragen soll ausreichend Ladeinfrastruktur und eine ausreichende Stromversorgung des Quartiers vorhanden sein, um Übernacht-Laden von Elektroautos mittels Lastmanagement zu ermöglichen.

3. Nutzbare Dachflächen der Gebäude und baulichen Anlagen sollten zu mindestens 50 Prozent mit Photovoltaikmodulen zur Nutzung der einfallenden solaren Strahlungsenergie ausgestattet werden. Werden auf einem Dach Solarwärmekollektoren installiert, könnte die hiervon beanspruchte Fläche auf die zu realisierende Solarmindestfläche angerechnet werden.

4. Bei eigenen Bauvorhaben der Stadt, ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen soll eine Mindestquote von alternativen Baustoffen festgesetzt werden.

5.Fassadenbegrünung und bauliche Methoden zur Klimaresilienz sollten unter Ausschöpfung der baurechtlichen Möglichkeiten in allen Bebauungsplänen vorgesehen sein.

6. Alle Vorgärten sollen begrünt werden – eine Gestaltung ausschließlich aus Steinen, Kiesen, Split oder Ähnlichem dürfe nicht mehr zulässig sein. Hier müsste eine entsprechende Festsetzung in alle Bebauungspläne aufgenommen werden.

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