Eine Art „East Side Gallery“ gibt es demnächst auch in Budberg. Doch anders als beim bekannten Vorbild in Berlin, wo Künstler auf dem längsten noch verbliebenen Teilstück der Berliner Mauer ihre Eindrücke der Wendejahre verarbeitet haben, sollen in Rheinbergs Süd-Osten bald 61 Strom- und Depotkästen eine Open-Air-Galerie bilden: Von Budbergern für Budberger – und alle Gäste – mit bunten, fröhlichen Motiven bemalt. Insgesamt 22 Kästen sind bereits fertiggestellt und zum echten Blickfang im Ort geworden.

„Bunt statt grau – hübsch statt hässlich“ heißt die Säuberungs- und Malaktion, zu der der SV Budberg den ganzen Ortsteil aufgerufen hat. Der Hintergrund ist allerdings ziemlich ärgerlich, wie Peter Houcken, erster Vorsitzender des SV Budberg, beim Pressegespräch im Bürgerhaus Budberg erzählt: Bereits im Frühjahr 2017 seien Verkehrsschilder, Kästen und Mauern sehr wahrscheinlich von Jugendlichen des Vereins beschmiert worden. „Dagegen wollten wir etwas tun und haben uns diese Aktion ausgedacht“, sagt Houcken. Kaum bekannt gemacht, fanden sich immer mehr Mitstreiter für das Kunstprojekt. Bei der Auftaktveranstaltung im April signalisierten Mitglieder des Sportvereins, Jugendliche des Jugendtreffs, die Grundschule und beide Kindergärten sowie die SPD-Ortsgruppe, der Weihnachtsmarktverein und Budberger Bürger ihre Unterstützung.

nmb