Sie schaufeln und kratzen, messen und zeichnen: Mal stoßen sie auf kleine Tonscherben, mal sogar auf Knochenreste. 15 Studenten des Archäologischen Instituts der Universität Köln erlernen derzeit die Grundlagen einer Ausgrabung im Archäologischen Park Xanten (APX). Zum vierten Mal ist die Studentengruppe in der einstigen Römerstadt zu Gast. APX-Leiter Michael Müller und die Professoren der Kölner Uni, Michael Heinzelmann und Eckhard Deschler-Erb, haben die gemeinsame Zusammenarbeit 2016 ins Leben gerufen. „Wir freuen uns, das praktische Wissen des Nachwuchses fördern zu können“, sagt Bernd Liesen vom APX.
An drei großen Grabungsstätten haben die Fachleute Mauerfundamente freigelegt, die einst zu einem rund 16 mal 16 Meter großem Wohnkomplex gehört haben könnten. Mithilfe eines Bodenradargramms konnten die Überreste lokalisiert und später ausgegraben werden. Die Stärke der Grundmauern lasse vermuten, dass dort ein mehrgeschossiges Haus gestanden hat, sagen die Archäologen.


