Kapelle

Neue Maria ruht in der Rheinberger Grotte

Unternehmer Gunter Pferdmenges, Vereinsvorsitzender Ulrich Hecker und Dechant Wolfgang Schmitz präsentieren die

Unternehmer Gunter Pferdmenges, Vereinsvorsitzender Ulrich Hecker und Dechant Wolfgang Schmitz präsentieren die

Foto: Waz FotoPool

Rheinberg.   Verein zum Erhalt der St. Anna-Kapelle enthüllt die neue Skulptur der Mutter Gottes, die ihren Platz in der Grotte finden soll. Rund 50 000 Euro wurden bereits seit 2008 in die Restaurierung der Kapelle investiert.

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Der Verein zum Erhalt der St. Anna-Kapelle hat sein Ziel, das Gebäude für kulturelle und religiöse Zwecke wieder instand zu setzen, nach fünf Jahren und rund 50 000 Euro nun erreicht. Gestern präsentierte der Verein die neue Pieta und übergab sie feierlich in die Hände der Stadt und Kirchengemeinde. Die Skulptur der Heiligen Mutter Gottes soll die historische Grotte wieder komplettieren. Wann sie dort platziert wird, steht jedoch noch nicht fest.

Verein möchte sich bedanken

Die Pieta folgt einer Reihe von Erneuerungen. „Mit viel Fleiß und zahlreichen Spenden konnten wir den Erhalt sicher stellen. Wir haben viele Ziele erreicht, aber auch noch viele Ziele in Aussicht“, sagt Peter Bußmann, Geschäftsführer des Vereins und nutzt die Denkmalenthüllung, um sich bei den Gönnern zu bedanken.

So unterstützte beispielsweise der Landschaftsverband Rheinland die Restaurierung des Altars, die Christusfigur konnte durch die Spenden des Unternehmens „esco salt“, der Kulturstiftung der Sparkasse, der Stadt und des Heimatvereins wieder hergestellt werden. Die Deutsche Steinkohle AG kümmerte sich um das schmiedeeiserne Gitter und installierte eine Schutzscheibe.

Nach der Elektrifizierung von Kapelle, Grotte und Außenbereich sowie zahlreichen weiteren Erneuerungen in und um die Kapelle folgte nun die Skulptur, die der Verein aus eigener Tasche zahlte. Den Auftrag erhielt der Unternehmer Gunter Pferdmenges, der sich der Aufgabe stellte, eine Pieta zu kreieren, die sich stark an dem Original von Franz Cleve orientieren sollte. Der Diplom-Ingenieur verschaffte sich dafür das originale Gipsmodell des damaligen Münchner Bildhauers.

Die neue Marienfigur soll den Rheinbergern nun lange Zeit erhalten bleiben, versichert Gunter Pferdmenges: „Sie ist aus einem wetterfesten Material hergestellt und dürfte nicht all zu schnell verwittern“, nur gepflegt sollte sie werden, mahnt der Unternehmer.

Dafür dürfte gesorgt sein, schließlich ist Geschäftsführer Peter Bußmann sichtlich begeistert von dem guten Stück und fügt hinzu: „Es ist erstaunlich, wie schnell wir unsere Ziele seit 2008 realisieren konnten.“ Den letzten Akt stellt eine Sitzbank dar, die zum Verweilen einladen soll. Die möchte der Verein gemeinsam mit dem Heimatverein anschaffen.

Aktuell stehen noch Sanierungsarbeiten an der Kapelle an, die die RAG übernimmt. Die Steinkohle AG beseitigt außerdem die Bergschäden. Die Arbeit des Vereins ist jedoch noch lange nicht zu Ende. In Zukunft möchten sich die Mitglieder dem Friedhof widmen. „Unser Ziel ist nicht nur der Erhalt der Kapelle, sondern auch der Erhalt des angrenzenden Friedhofs und der Umgebung“, so Bußmann.

Der Geschäftsführer möchte in Zukunft noch weitere Grabsteine vergangener Zeiten unter Denkmalschutz stellen lassen. Der Verein hatte es bereits geschafft, den alten Friedhofsteil zu schützen.

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