Karneval

Ossenberg Helau!

Ossenbergs Prinzenpaar Heidi und Lothar Künzler und Jugendprinzessin Loreen wurden beäugt von Herzog von Urach, Holger Schönfeldt und Andreas Hupe.

Foto: Peter Bußmann

Ossenbergs Prinzenpaar Heidi und Lothar Künzler und Jugendprinzessin Loreen wurden beäugt von Herzog von Urach, Holger Schönfeldt und Andreas Hupe. Foto: Peter Bußmann

Rheinberg-Ossenberg.  Mit etwa 30 Abordnungen feierte der KAG Ossenberg das Prinzentreffen in der Schlossremise. Auch Hausherr Herzog Wilhelm Albert von Urach feierte mit.

Diese karnevalistische Session ist wohl die kürzeste der letzten Jahre. Das merkte man auch beim diesjährigen Prinzentreffen im Ossenberger Schloss: Zu viele zeitlich kollidierende Termine – von bis zu zehn am letzten Freitag berichteten die Karnevalisten. Da ließen sich nur 30 Prinzenpaare, sonst sind es auch schon mal doppelt so viele, beim traditionellen Prinzentreffen im er Schloss blicken. Kein Grund für Trübsal bei den Karnevalisten, der einladenden Ossenberger KAG. Deren Präsident Andreas Hupe weiß es: „Nächstes Jahr ist die Session wieder länger, dann kommen auch wieder mehr.“ Für viele Gäste bleibt Ossenberg die erste Adresse. „Wir sind zum achten Mal hier“, zählt das Dreigestirn der Kölner KG Alt Hohenberger Adel. „Ossenberg bleibt im Rheinland das Highlight, unübertroffen und ein unheimlich netter Treff.“

Viele Prinzenpaare und Dreigestirne waren mit großer Begleitung gekommen. Für die gab es das große Zelt an der Kirchstraße. Dort kochte die Stimmung schnell hoch. In das „Helau“ mischte sich immer wieder ein kerniges „Alaaf“, das zeigte, dass auch aus Köln und Umland viele Narren gekommen waren. Die Tollitäten zog es dagegen in die karnevalistisch geschmückte Remise. Dort warteten Herzog von Urach, der Hausherr, und die Ossenberger Regenten, Prinzessin Heidi I, mit ihrem Prinzen Lothar I., assistiert von Jugendprinzessin Loreen. Doch bevor die dazu übergingen, die sauber ausgelegten Orden zu verleihen und im Gegenzug die der Anderen umzuhängen, begrüßten alle die Gäste wie den Landtagsabgeordneten Rene Schneider oder Bürgermeister Frank Tatzel, der aufklärte, dass eine Stunde Lachen einen ganzen Tag schenke. Auch Rheinbergs Prinz Markus III, der Startende, war mit Präsident und Gefolge erschienen.

Als toller Gastgeber zeigten sich der Herzog und die Frauen der KAG. Die kamen kaum nach, die Sektgläser zu füllen und Brötchen zu schmieren. In der Remise herrschte eine Farbenpracht der tollen Kleider der Prinzessinnen und ihrer Hofdamen. Zwischen die riesigen Fasanenfedern der Prinzenfedern brillierten die gewaltigen Federbüsche der „Alaaf-Sprachigen“. Wer aber in einem schicken Dreigestirn samt Adjudantinnen Kölner vermutete, lag schief. Es waren die Regentinnen der KK Kolping Kamp-Lintfort. Prinz, Jungfrau und Bauer, Andrea, Kathrin und Sabine. Auch beim Köln Höhenberger Adel waren Prinz, Bauer und Jungfrau weiblich, Uschi, Conny und Jessy. Frauenpower war in. Dagegen war der historisch gekleidete Wachtmeister der Weseler Gesellschaft CAW mit seinem echten Zwirbelbart männlich. Seit 40 Jahren ist er dabei.

Es waren die Ossenberger, die KAG, die im Rheinland das erste Prinzentreffen starteten, das längst Tradition ist. Sie waren es übrigens, die auch die Prinzenmesse in Kevelaer initiierten. Begehrt sind alljährlich beide Veranstaltungen, bei denen man sich immer wieder als Freunde trifft.

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