Podiumsdiskussion

Rheinberger Schüler und Bürger diskutieren mit Politikern

Schüler der Rheinberger Europaschule moderieren die Podiumsdiskussion mit Politikern.

Schüler der Rheinberger Europaschule moderieren die Podiumsdiskussion mit Politikern.

Foto: Ben Laakmann

Rheinberg.  Schüler der Europaschule und Bürger befragen Politiker zu aktuellen Themen der Europäischen Union – von Brexit bis Umwelt

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„Schwächt der Brexit den Zusammenhalt in der Europäischen Unions?“ „Warum sollte man zum Thema Umwelt ihre Partei wählen?“ Diese und weitere Fragen stellten die rund 60 Schüler und Bürger der Stadt am Mittwochabend während einer Podiumsdiskussion in der Europaschule verschiedenen Politikern. In der Runde saßen Ulrich Francken (CDU), Marion Nasskau (SPD), Felix Lütke (Die Grünen), Michael Terwiesche (FDP) und Sascha Wagner (Die Linke). Die Schüler Marlit Hinrichsen und Jan-Willem Haaster moderierten den Abend. Organisiert wurde er von Europaschul-Lehrer und -Koordinator Thomas Ververs.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde kam sofort das Thema Brexit auf. Marion Nasskau antwortete auf eine Schülerfrage, dass sie nicht glaube, dass der Brexit den Zusammenhalt schwäche. „Alle 27 übrig gebliebenen Staaten halten zusammen“, ist sie überzeugt. Michael Terwiesche hält den Brexit insgesamt für eine schlechte Idee. Beim Thema Umwelt sind sich alle Politiker einig, dass sie sich für die Umwelt engagieren wollen. Während jedoch CDU- Politiker Ulrich Francken glaubt, man sei bei diesem Thema auf einem guten Weg, ist der Grünen-Politiker Felix Lütke überzeugt, dass man die Klimaziele verfehlen werde, wenn man jetzt nichts unternimmt.

Lobende Worte gab es von den Politikern auch für die Friday for Future-Aktion. Sascha Wagner sieht kein Problem darin, wenn Schüler am Freitag Stunden verpassen. Lehrermangel ist für ihn das wichtigere Thema. „Im Schuljahr 2017/2018 fielen 15 Prozent aller Stunden aus“.

Und auch die Flüchtlingspolitik war ein Thema des Abends. Die Politiker waren sich einig, dass man Waffen in die falsche Region exportiert habe. Den größten Applaus des Abends bekam allerdings ein älterer Herr, der das Wort ergriff und klar stellte, dass vor genau 74 Jahren der Krieg beendet wurde. „Ich bin 84 Jahre alt und ich möchte so etwas nicht noch einmal miterleben, also bitte ich Sie, gehen Sie wählen und sorgen sie dafür, dass es in Deutschland weiterhin friedlich bleibt“.

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