Karneval

Tanzgarden begeistern die Narren in Ossenberg

Auch die Tanzgardenhatten ihren Auftritt.

Auch die Tanzgardenhatten ihren Auftritt.

Foto: Peter Bußmann

Rheinberg.   Der Karneval Ausschuss Gemütlichkeit Ossenberg lud zur Büttensitzung mit Kaffee und Kuchen am Sonntagnachmittag ins Sportzentrum.

Sportlich sind sie, die Ossenberger. Erst recht die Karnevalisten. Vier erfolgreiche Tanzgarden haben sie. Dazu eines der wenigen Solo-Mariechen des Niederrheins, das jüngst bei der Stadtmeisterschaft der Gardetänzer in der Stadthalle gleich den ersten Preis heraus tanzte.

Abschied vom Karneval

Elena Otto, die nach der Session mit ein paar Tränen ihren Abschied vom karnevalistischen Tanz nach 16 Jahren nimmt, und die Tanzgarden waren es, die am Sonntag den Saal des Ossenberger Sportzentrums zum Kochen brachten. Dort fand die närrische Büttensitzung des KAG, des Karneval Ausschuss Gemütlichkeit, statt. Auch der stolze Karnevalsverein des Dorfes hinter dem Solvay-Werk blieb von den Zeichen der Zeit nicht verschont. Die große Büttensitzung im toll geschmückten Zelt, einst abendfüllende Veranstaltung, fiel dem demografischen Faktor zum Opfer. Kein Zelt, keine bis spät in die Nacht reichende Sitzung mehr.

Die närrischen Urgesteine des Ossenberger Karnevals gibt es nicht mehr, unvergessen noch die „Tröötnasen“ Paul Merzenich und Willi Tigler. Drei mal närrische elf Jahre waren sie vereint. Wenn sie „Moder, Moder ons Kraij is doot“, in Englisch, Italienisch oder Russisch anstimmten, das katholische „te deum“, kochte der Saal. Oder die Familie Janßen, die „Räuberbande“, berühmt für gute Bütten und Gesänge. Oder Carsten Kämmerer. Einer, der blieb, ist Ludger Opgenorth, begnadeter Karnevalist und Ex-Sitzungspräsident, der „liewe Jong“, der aber auch verkündete, dass er jetzt nach 30 Jahren Schluss mache. Dann wird sich Hermann Terwiel, mit dem er auch als „zwei Schlawiner“ auftrat, einen neuen Partner suchen müssen. Selbst die Berkas, mit Kurt Kaussen eine starke Truppe, standen nur noch zu Viert auf der Bühne.

Trotzdem schlugen die närrischen Wellen am Sonntagnachmittag hoch. Der Saal war proppevoll, schon eine Stunde vor Sitzungsbeginn mit närrischem Volk besetzt. „Wir sind der KAG aus Ossenberg“, sangen alle mit. Und es ging Schlag auf Schlag mit dem „Liewe Jong“, der von seiner Frau, dem „Wacholder-Bärchen“ berichtete –„schlechte Luft im Schlafzimmer und kein Verkehr“-, den beiden „Schlawinern“, dem Bauchredner Joachim Kirchhoff und den Berkas. „Da muss die Stadthalle eben warten“, meinten die Vier mit ihrem Potpourri Rheinberger Karnevalslieder, als die Ossenberger sie nicht ohne Zugabe ziehen ließen.

Den Prinz Ossenbergs, Kai I., der Bärige, gab es gleich zweimal. War er mal nicht auf der Bühne, hütete sie ein lebensgroßer Teddy mir Narrenkappe. Ihn assistierte Jugendprinzessin Mona I.. Die vier Tanzgarden Red Diamonds, Red Angels, La Luna und Black Cherrys bewiesen ihr Können.

Tolle Showtanzgruppe

18 Mädchen zwischen zehn und 16 Jahren bildeten die Black Cherrys, eine tolle Showtanzgruppe aus La Lunas und Red Diamonds. Noch weit über den nächsten Häuserblock hinaus konnte man die Helaus hören. Ein Programm mit Büttenreden, wirbelnden Tanzgarden und Gesangseinlagen sorgte für einen gelungenen Nachmittag.

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