Die beiden Sturmtiefs „Dragi“ und „Eberhard“ hielten am Samstag und Sonntag auch im Kreis Wesel die Einsatzkräfte auf Trab: Die Kreispolizei meldete schon am Samstag zwischen 14 und 20 Uhr aufgrund von Starkregen, Hagel und Sturm insgesamt 53 Alarmierungen wegen umgestürzter Bäume, herabgefallener Äste und Dachziegel oder Baustellenabsperrungen, die sich selbstständig gemacht hatten.
Einige Autos sind beschädigt worden, Ampeln fielen aus. Am Sonntag fegten dann ab dem Nachmittag die nächsten Orkanböen durch das Kreisgebiet und brachten erneut viel Arbeit insbesondere für die Feuerwehren im Kreis mit sich – jedoch ohne größere Schäden anzurichten, wie am frühen Sonntagabend zu erfahren war.
Bäume versperrten Fahrbahnen in Hünxe
Die Feuerwehr Hünxe musste am Samstag mehrfach ausrücken. Den ersten Auftrag erhielt die Einheit Drevenack um 16.21 Uhr an der Malberger Straße. Dort versperrte ein umgefallener Baum die Fahrbahn, er wurde mit Kettensägen zerkleinert und von der Fahrbahn geräumt. Um 17.18 Uhr wurde die Einheit Hünxe zur Minnekenstege, Höhe am Ringwall, alarmiert.
Vor Ort wurde mit Hilfe einer Seilwinde und einer Säge eine Baumkrone von der Fahrbahn entfernt. Im Anschluss rückte die Einheit Hünxe zur Dinslakener Straße aus, um umgestürzte Gerüstbohlen von einer Freileitung zu entfernen. Die Weseler Feuerwehr musste am Samstag zwischen 17 und 19 Uhr mehrfach wegen Sturmschäden in der Weseler Innenstadt aktiv werden: So wurden zum Beispiel an der Pergamentstraße herabfallende Dachziegel gemeldet und an der Clarenbachstraße ein Baum, der umzufallen drohte.
154 Einsätze im Kreis Wesel am Sonntag
Am Sonntagnachmittag fegte der nächste Sturm durch den Kreis Wesel – gegen 15.15 Uhr wurden dann alle Feuerwehren im Kreis Wesel alarmiert und waren in ihren Gerätehäusern in Bereitschaft. Bis gegen 18 Uhr zählte die Kreisleistelle rund 154 sturmbedingte Einsätze, an denen insgesamt 938 Feuerwehr-Kräfte beteiligt werden.
Der südliches Teil des Kreisgebietes war dabei stärker betroffen als der nördliche, teilte die Leitstelle mit. Es handelte sich fast ausnahmslos um umgestürzte Bäume oder Äste auf der Fahrbahn, zu Straßensperrungen kam es jedoch wenn überhaupt nur kurzfristig. Verletzt wurde bis zu diesem Zeitpunkt glücklicherweise niemand.


