Der Plan für die Gründung einer kommunalen Stromnetzgesellschaft, in der die Stadt die deutliche Mehrheit besitzt, steht: Mit Unterstützung einer Wirtschaftsberatungsgesellschaft hat Kämmerer Klaus Schütz nun die Kaufverträge für das Stromnetz ausgehandelt. Der Rat soll am Dienstag dem Kauf zustimmen. Die Stadt übernimmt demnach von Innogy 75 Prozent der Anteile am Stromnetz und zahlt dafür eine Summe von zehn Millionen Euro. Im Gegenzug fließen unterm Strich jährlich rund 500.000 Euro an die Stadt, die damit die Planung und den Bau des Kombibades am Rhein finanzieren will.
CDU und SPD hatten sich für den Kauf des Stromnetzes und die Gründung der Strom-Stadtwerke als Schwesterunternehmen der Stadtwerke Wesel stark gemacht. Die Fraktionschefs Jürgen Linz (CDU) und Ludger Hovest (SPD) loben die Verträge „als Gewinn für alle Seiten“. Die Netzgesellschaft verdient durch die Einnahmen aus den Durchleitungsentgelten, die Westnetz als Pächter des Stromnetzes zahlen wird. Die Höhe der Entgelte wird durch die Regulierungsbehörde festgelegt und verändert sich durch den Kauf nicht, betont Linz mit Blick auf die Befürchtung, durch den Deal könnten die Strompreise steigen. Das werde nicht passieren.


