Sichtbar ergreifen war der Moment für Peter und Katy Schlesinger, als am Freitag vor dem Haus am Herzogenring 24 die Stolpersteine verlegt worden sind – unter anderem in Erinnerung an Peter Schlesinger Mutter Ilse Wertheim, die in den 1930er Jahren hier lebte, bevor ihre Familie von den Nationalsozialisten zur Flucht getrieben wurde.

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Zum ersten Mal überhaupt kamen Angehörige für eine Stolperstein-Verlegung nach Wesel, angereist aus Israel. Peter Schlesingers Mutter Ilse lebt mit 100 Jahren heute in einem Altenheim in Birmingham. Insgesamt wurden am Freitag in Wesel elf weitere Stolpersteine verlegt, neben dem Herzogenring auch an der Reeser Landstraße und der Esplanade. Damit sind in Wesel seit 2009 nun 145 Stolpersteine verlegt worden.
Das Projekt ist vom Künstler Gunter Demnig ins Leben gerufen worden und hält die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wach. Eigentlich war die Einladung der Schlesingers schon für das vergangene Jahr geplant gewesen, Corona verhindert das allerdings. (rku)




