Die Weseler Bundestagsabgeordnete Sabine Weiss hat jetzt auf Fragen in einem offenen Brief der Jusos im Kreis Wesel reagiert. Der Vorsitzende der Jusos im Kreis Wesel, Xavier-Ramon Domain, hatte darin unter anderem gefragt, ob sich die „stolz konservative CDU“ als AfDmS sehe, also als Alternative für Deutschland mit Substanz, wie der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz seine eigene Partei bezeichnet hatte.

Ferner wollte Domain wissen, ob eine Zusammenarbeit der CDU auf Kreisebene mit der AfD möglich wäre. „Nein“, so Weiss. „Es wird niemals eine Annäherung an diese Partei geben, auf keiner Ebene, von ganz unten bis ganz oben.“ Eine Partei, die Neo-Nazis in ihren Reihen dulde, eine Partei, die nach dem Motto agiere „je schlechter es Deutschland geht, desto besser geht es der AfD“, eine Partei, die Hass und Hetze in die Bevölkerung trage, müsse auf allen Ebenen bekämpft werden. „Auf allen“, betonte die CDU-Politikerin und stimmte Domain zu, der geschrieben hatte, „die AfD verachtet unsere demokratischen Grundwerte zutiefst“.

Es sei richtig, so Sabine Weiss, dass die demokratische Mitte gegen die AfD zusammensteht und zusammenarbeitet. Das wünsche sie sich auch bei anderen, so wichtigen Sachthemen in Berlin, doch sei eine Kooperation seitens der SPD im Bund - trotz vielfältiger Angebote der CDU - offenbar nicht erwünscht. Vielleicht könnten die Jusos diesbezüglich auf die SPD einwirken.