Wirtschaft

Busch-Brüder investieren in die Zukunft

Das Gerüst für die neue Halle  an der Alten Poststraße steht bereits.Foto : Markus Weißenfels

Das Gerüst für die neue Halle an der Alten Poststraße steht bereits.Foto : Markus Weißenfels

Foto: WAZ FotoPool

Schermbeck.   An der Alten Poststraße in Schermbeck entsteht eine Halle, die die Verarbeitung großer Elemente erlaubt. Zwei leistungsfähige Kräne machen das möglich. Die Investoren setzen auf heimische Betriebe

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Die Idee zu erweitern, gibt es schon sehr lange, aber ein aktueller Auftrag sei der „Anlass für den Startschuss“ gewesen, sagt Markus Busch. Der 42-Jährige und sein Bruder Christian (35) führen seit Juli 2013 die Firma Martin Busch & Sohn, und sie investieren rund 1,5 Millionen Euro in eine neue Halle. Behälter und Apparate fertigt das Unternehmen an der Alten Poststraße. Anfang Juli begannen die Erdarbeiten, die die hiesige Firma BWR leistete. „Wenn möglich Schermbecker Firmen einsetzen“, erklärt Busch das Prinzip des Bauprojekts.

Bereits 2005 kaufte das Unternehmen das 4000 Quadratmeter große Grundstück, das zuvor als Wiese genutzt wurde und direkt neben der Bestandsfläche liegt.

Leistungsstarke Kräne

Im Januar habe man entschieden, dass „es losgehen soll“. Denn ein Auftrag, der den Bau von zwei jeweils 55 Tonnen schweren Wärmetauschern für einen Kunden im Ausland vorsieht, ließ sich mit den beiden Kränen in der alten Halle nicht mehr realisieren. Sie schaffen je 16, maximal 32 Tonnen Last. Die neuen Kräne, die Laufschienen werden im blauen Stahlgerüst der neuen Halle gerade montiert, heben zusammen bis zu 80 Tonnen. Sie machen allein rund zehn Prozent der Investitionssumme aus. Markus Busch, der sich im Unternehmen um den technischen Teil kümmert: „Wir haben langfristig gesehen, dass die Kunden größere Anlagen planen und die Komponenten werden größer.“ Zwar ließe sich der Auftrag auch mit einem Provisorium bewältigen, aber „langfristig sehen wir das Potenzial“.

300 Kubikmeter Beton hat der Bauunternehmer in die drei Meter tiefen Fundamente der neuen Halle gegossen. Rund 115 Tonnen, so Bauleiter Mirko Siemes bei der Ahauser Stahlbaufirma S & F, wiegen die Träger, die das Grundgerüst der Halle bilden. Sie wird mit 20 Metern Breite und 50 Metern Länge eine Fläche von 1000 Quadratmetern bedecken und 14 Meter hoch werden. „Sandwich-Elemente“, die quasi als Füllung eine Dämmung haben, bilden später die Außenhülle. Den Bauplatz findet Siemes „top“, vor allem, weil genug Platz zum Arbeiten und Lagern der Baumaterialien vorhanden sei.

Neue Abläufe

„Das ist ein straffer Zeitplan“, sagt Busch zum Ablauf. Von November an soll in der neuen Halle gearbeitet werden, auch wenn dann noch nicht alles fertig sei. Schließlich sei eine „Infrastruktur zu schaffen“ und weitere Gerätschaften wie Hebemittel anzulegen. Wird in der alten Halle, mit 25 mal 75 Metern zwar größer, aber zwei Meter flacher als der Neubau, weiter produziert, dient die Nachbarin vor allem der Montage und dem Zusammenbau der vorgefertigten Elemente.

Bei ihrem Bauvorhaben haben die Busch-Brüder auch die 35 Mitarbeiter („es gibt eine relativ geringe Fluktuation“) eingebunden. „Viele haben sich Gedanken gemacht“, so Markus Busch und Vorschläge geäußert, um Arbeitsabläufe zu optimieren. „Wir wollen uns schließlich nicht verschlechtern“, betont der 42-Jährige. Er ergänzt, dass kurzfristig keine neuen Mitarbeiter gesucht werden, mittelfristig aber schon.

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